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100-/75 Jahr Feier 2007
FSV Witten vs. BV Borussia Dortmund 09
Zuletzt aktualisiert: 06.08.2010 23:09:20


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Hier geht es zum FSV-BVB "Bilderbuch" mit Fotos der Ruhr-Nachrichten
von Barbara Zabka, Dieter Menne, Robert Szkudlarek
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100-/75 Jahr Feier(n) 2007

Samstag, 7. Juli 2007 um 15:30 Uhr, Einlass ab 13:00 Uhr, findet das Jubiläumsspiel FSV Witten - Borussia Dortmund im Wullenstadion statt.

Sonntag, 12. August 2007 ab 11 Uhr findet die offizielle Feier im Goal statt. (Gründungstag des VFL Witten war der 11. August 1907) Zu dieser Veranstaltung wird eine ganze Reihe von Ehrengästen eingeladen: Vertreter des DFB, WLFV, Fussballkreises Bochum, der Nachbarkreise, Vertreter der Stadt Witten, der Presse, der Wittener Vereine und Vertreter der einzelnen Mannschaften sowie Ehemalige des VFL/ der BF, heutige Offizielle des FSV und die Sponsoren des Vereins.

Samstag, 22. September 2007 ab 18.00 Uhr findet das Vereinsfest in allen Räumen des Goal statt. Es werden unterschiedliche Programmpunkte und vor allem auch unterschiedliche Musik angeboten (Band im Saal, Disco im Schank- und Speiseraum).

Mittwoch, 03.10.2007 13. FSV-Herbstturnier für B-Junioren (100/75-Jahr Feier)

Samstag, 06.10.2007 Festtag rund um das GOAL mit vielen Veranstaltungen für Jugendliche und Familien.

Sonntag,07.10.2007, 13. FSV-Herbstturnier für B-Junioren (100/75-Jahr Feier)





12. August 2007 ab 11 Uhr offizielle Feier im Goal
"Mit Vernunft und mit Herz"


Die Schar der Gratulanten war groß, Geschenke gab´s reichlich - man wird ja nicht allzu oft einhundert Jahre alt. So wie es der VfL Witten 07 in diesem Jahr geschafft hätte, der sich 1994 mit den Ballfreunden Ardey (wären heuer 75 Jahre jung geworden) zusammentat und in den FSV Witten 07/32 überging, der am Sonntag Jubiläum feierte.

Wie trefflich es doch Wolfgang Zapfe, Präsidiumsmitglied des Landessportbundes (LSB), der wie üblich eine Glocke zum 100-Jährigen übergab, beim Festakt in der Clubgaststätte "Goal" formulierte: "Ein Verein wird zwar älter, aber er altert nicht." Eben weil immer wieder neue Generationen heranwachsen, die die Ideale ihres sportlichen Beisammenseins weiter leben und fördern.

Der FSV Witten 07/32 kann getrost auf eine ganze Reihe von Ehrenamtlern bauen, die ihrem Club - egal, ob nun im Herzen "Ardeyer" oder "VfL-er" - die Treue halten. So wie Jugendleiterin Christel Schmitt etwa, die vor ein paar Jahren bereits den DFB-Ehrenamtspreis erhielt - ebenso wie Jugend-Geschäftsführer Dieter Sauerbrey, der am Sonntag in Abwesenheit vom Kreisvorsitzenden Ulrich Jeromin die Verdienstnadel des FLVW überreicht bekam. "Gäbe es eine Meisterschaft für Geschäftsführer - Dieter Sauerbrey stünde ganz sicher auf dem Treppchen. Er ist für den FSV unersetzlich", so Jeromin in seiner Laudatio.

"Wir in unserem Verein gehen gemeinsam durch Dick und Dünn, teilen Freud´ und Leid", ließ Christel Schmitt in ihrer Ansprache die Festgäste - darunter auch einstige VfL-Idole wie Rainer Hallwas und Dieter Attern aus der Oberliga-West-Saison 1947/48 - wissen. Der FSV-Vorsitzende Horst Köpsel machte indes keinen Hehl daraus, dass der Club sehr wohl auch eine schwere Zeit zu überstehen hatte, als seinerzeit im Zuge des Vereinsheim-Baus die Kosten über das geplante Maß hinausschossen. "Damals hat sich der Sport bei uns wie die Finanzen entwickelt", kennzeichnete Köpsel den Niedergang von der Verbands- bis in die Bezirksliga, wo der Club noch heute beheimatet war.

Die auswärtigen Spieler hätten damals zudem "eine Menge Geld verschlungen", stellte der damalige Trainer Dieter Hohmeier in einer kleinen Talkrunde (gemeinsam mit Fredi Szech und Wolfgang Kahlmann) vor dem Mikrofon von WDR-Moderator Ralf Kapschak fest. Aus dieser Erfahrung habe man seine Lehren gezogen - daher soll nun das ehrgeizige, von Präsident Hans Pechtel propagierte "Projekt 2012", "mit Vernunft und mit Herz" (O-Ton Köpsel) angegangen werden. Binnen fünf Jahren soll der FSV Witten 07/32 laut dieses Vorhabens in die NRW-Liga, wie sie dann heißen wird, aufsteigen.

"Ich wäre froh, wenn sich diese Visionen verwirklichen lassen würden", meinte Hohmeier und kündigte an, künftig unter der Ägide von Pechtel wieder mehr für den FSV Witten tun zu wollen. In der Saison 1999/2000 waren die Kicker vom Wullenstadion zuletzt Landesligist - sollten sie im nächsten Jahr die Rückkehr dorthin geschafft haben, wäre der erste Schritt getan.

WAZ 13.08.2007 Von Oliver Schinkewitz


Imponierender Rückblick auf bewegte 100 Jahre


In einem fast dreistündigen, dennoch kurzweiligen Festakt beging der FSV Witten 07/32 gestern im Vereinslokal Goal die offizielle Feier seines 100jährigen Bestehens.

Der VfL Witten 07 wurde am 10. August 1907, die Ballfreunde Ardey am 13. August 1932 gegründet. Beide hätten mithin für sich allein jeweils ein rundes Jubiläum zu feiern gehabt. Da sie seit nunmehr 13 Jahren gemeinsam kicken, feierten sie zusammen das 100-Jährige.

Mit einem kritischen Rückblick führten FSV-Vorsitzender Horst Köpsel und Jugendleiterin Christel Schmitt in die von Ulrich Drechsel bestens inszenierte Feierstunde(n) ein, was Wolfgang Zapfe, Präsidiumsmitglied des Landessportbundes, imponierte: „Respekt, mit welcher Offenheit sie diese Festveranstaltung begonnen haben“.

Steilpass in die Tiefe der Geschichte
Horst Köpsel hob hervor, dass „es wohl so bleiben wird, dass der FSV Wittens erfolgreichster Fußballverein ist“, so der Vorsitzende, der noch anfügte: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass noch einmal ein Wittener Klub in der höchsten deutschen Spielklasse vertreten sein wird“, spielte er den Ball in die Tiefe der Geschichte.

Das Zuspiel über 60 Jahre zurück wurde dankend aufgenommen: „In der ewigen Oberliga-Statistik wird uns der letzte Rang wohl für immer und ewig erhalten bleiben“, mutmaßte Klaus Lohmann, Vorsitzender des StadtSportVerbandes.

Aus der ebenso entbehrungs- wie erfolgreichen Zeit berichteten die Ex-Oberliga-Kicker Dieter Attern (“Wir hatten eine Mannschaft, die sich sehen lassen konnte“) und Rainer Hallwas (“Wir Spieler verzichteten damals auf viel Geld, damit der VfL die Lizenz erhielt“) in der kurzen Talkrunde mit WDR-Moderator Ralf Kapschak.

In einem weiteren Kurzinterview nahmen die ehemaligen Aktiven Dieter Hohmeier (VfL), Fredi Sczech (VfL und Ballfreunde) und Wolfgang Kahlmann (Ballfreunde) zur Fusion kristisch Stellung. Deutlich wurde, dass das Kind namens Fusion langsam wachsen musste: „Das Konkurrenzdenken war 1987 noch zu stark“, nannte Kahlmann als Grund für den ersten, gescheiterten Versuch, während Hohmeier bekannte: „Ich war völlig dagegen, weil es von der Tradition her überhaupt nicht passte“.

Pechtels Vision: Oberliga 2012
Und heute? „Ich würde mich sehr freuen, wenn die Vision von Hans Pechtel, 2012 in der Oberliga zu spielen, wahr werden würde. Ich glaube an dieses Ziel und werde mich dafür engagieren“, sagte der einstige Kritiker Unterstützung für die aktuelle Arbeit zu.

Der FSV sieht sich, gerade wegen der guten Jugendarbeit unter Jugendleiterin Christel Schmitt, auf einem guten Weg. A- bis C-Junioren schießen derweil überkreislich Tore.

Und da der Klub neben dem Sport jede Menge sozialpolitische Aufgaben wahrnimmt, indem er Kampagnen wie „Keine Macht den Drogen“ und „Kinder stark machen“ umsetzt, forderte Hans Pechtel, in Personalunion als FSV-Präsident und Vorsitzender des KreisSportBundes, Bürgermeisterin Sonja Leidemann auf: „Ich wünsche mir, dass die Stadt die Jugendarbeit des FSV subsidiär begleitet“.

Leidemann ihrerseits unterstrich, dass der FSV ein „essentieller Bestandteil des gesellschaftlichen und sportlichen Lebens dieser Stadt ist“ und das „der Sport beim Stadt-Entwicklungskonzept eine große Rolle spielt“. Das Motto dabei lautet: „Qualität statt Quantität“. Also weniger Sportanlagen und mehr Vereinsfusionen, um so die Kräfte zu bündeln. Der FSV sei für letzteres ein gutes Beispiel, meinte die Erste Bürgerin der Stadt.

Warme Worte vom Verband
Neben warmen Worten, u.a. auch von Siegfried Hirche, stellvertretender Vorsitzender des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) und Wittens ehemaliger Verbandsliga-Staffelleiter, und Ulrich Jeromin, Kreisvorsitzender, gab es für den Jubilar jede Menge Geschenke: Urkunden, eine gußeiserne Glocke und Geldpräsente.

Eine besondere Ehre wurde – aus gegebenem Anlass – dem gesundheitlich verhinderten Dieter Sauerbrey, Klaus-Jürgen Preiß, Hermann Müller und Lothar Grimm sowie Wolfgang Kahlmann und Ulrich Riedesel zuteil.

Sie alle erhielten aufgrund ihrer Jahrzehnte langen Vereinsarbeit aus den Händen von Jeromin die FLVW-Verdienstnadel überreicht. Für Kahlmann und Riedesel glänzte diese golden. Beide wurden mit der höchsten Auszeichnung des Verbandes dekoriert.

RN Dietmar Bock am 12. August 2007


Gold-Abzeichen für Kahlmann und Riedesel


Diesen beiden hätte man noch stundenlang zuhören können: Dieter Attern und Rainer Hallwas, einst in der Oberliga West für den VfL Witten 07 am Ball, standen in einer Talkrunde beim Festakt aus Anlass des Doppel-Jubiläums (100 Jahre VfL Witten 07 und 75 Jahre Ballfreunde Ardey) Rede und Antwort.

Genüsslich berichtete Attern noch einmal über den damaligen 6:1-Triumph gegen Fortuna Düsseldorf und das 1:1, das die VfL-Recken dem FC Schalke 04 in dessen Glückauf-Kampfbahn abtrotzten. "40 Reichsmark haben wir damals bekommen - das war so gut wie nix wert", plauderte der einstige Flügelflitzer und geriet rückblickend auf die großen VfL-Zeiten nahezu ins Schwärmen.

Zum großen Festakt hatte der FSV Witten die Vereinsgaststätte "Goal" schmuckvoll hergerichtet. Videoeinspielungen von Stationen der sportlichen Historie waren ebenso Teil des Programms wie musikalische Schmankerl der "Jugend jazzt"-Gewinnerband "Jazzubis" und ein humorvoller Fußballsketch mit Georg Fehrentz und Christoph Schaumberg.

Unter den vielen geladenen Laudatoren waren u. a. Bürgermeisterin Sonja Leidemann, die Parallelen zwischen dem ehrgeizigen "Projekt 2012" des Bezirksliga-Clubs FSV und dem neuen Stadtentwicklungskonzept zog, sowie Wolfgang Zapfe, Präsidiums-Mitglied des Landessportbundes (LSB) und FLVW-Vizepräsident Siegfried Hirche.

FSV-Vorsitzender Horst Köpsel betonte, dass der Verein auch nach seinem Jubiläum nicht nur ehrgeizig seine sportlichen Ziele verfolgen werde, sondern vor allem weiter sein Hauptaugenmerk auf eine qualitativ hochwertige Jugendarbeit lege. Die Fusion von 1994 zwischen den BF Ardey und dem VfL 07 sei laut Köpsel, der auch die zwischenzeitlichen finanziellen Probleme im Zuge des "Goal"-Baus "das Beste gewesen, was uns passieren konnte. Zwischen uns passte beim Zusammenschluss kein Blatt Papier."Kreisvorsitzender Ulrich Jeromin hatte alle Hände voll zu tun, war er doch u. a. nach Witten gekommen, um verdiente Mitglieder des Fusionsclubs FSV Witten 07/32 zu ehren. So überreichte Jeromin gleich zweimal die höchste Auszeichnung, die der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) zu vergeben hat - die goldene Verdienstnadel. Zum einen erhielt sie Wolfgang Kahlmann, einstiger "Ardeyer" und von 1964 bis 2002 in der Geschäftsführung tätig, zum anderen wurde auch Ulrich Riedesel, Geschäftsführer von 1970 bis 2002, für große Verdienste mit "Gold" bedacht. Die Verdienstnadel des FLVW erhielten überdies Dieter Sauerbrey (in Abwesenheit), Klaus-Jürgen Preiß, Herrmann Müller und Lothar Grimm.

WAZ 12.08.2007 Von Oliver Schinkewitz



"Der große BVB besucht den kleinen Nachbarn

Der BVB kommt nach Witten. Am 7. Juli bestreitet die Bundesliga-Truppe von Trainer Thomas Doll ihr erstes Testspiel der Saison 2007/2008 im Wullenstadion gegen den Bezirksligisten FSV Witten 07/32. Der Klub aus der Ruhrstadt begeht in diesem Jahr sein 100-jähriges Vereinsjubiläum. Und dank der guten persönlichen Kontakte von Präsident Hans Pechtel fällt der Höhepunkt der Feierlichkeiten auf den ersten Samstag im Juli.
Den FSV - im vergangenen Jahr bereits Testspielgegner von Borussia Mönchengladbach - erwartet ein Fußballspiel in einer neuer Größenordnung. Hans Pechtel sprach mit RevierSport online über den Stand der Vorbereitungen und die Erwartungen an das Treffen mit dem BVB.

RevierSport online: Mit dem BVB als Testspiel-Gegner lässt der FSV im Jubiläumsjahr aufhorchen. Wie kam der Kontakt zustande?
Pechtel: Wir haben im vergangenen Jahr gesehen, dass in Witten der Wunsch nach solchen Partien besteht und es möglich ist, sie zu organisieren. Das wollten wir für unsere 100-Jahr-Feier noch toppen. Ich habe aus meiner Zeit als Jugendtrainer beim BVB zwischen 1976 und 1986 noch immer gute Kontakte zu Sportdirektor Michael Zorc. Ich habe ihn damals vom TuS Eving-Lindenhorst zur Borussia geholt.
RevierSport online: Wann kam die Zusage?[i]
Pechtel: Es war lange unklar, zumal der BVB im Abstiegskampf ja andere Sorgen hatte Der Termin steht erst seit der letzten Woche und passt aus mehreren Gründen. Erstens ist es ein Samstag und wir werden zur Bundesliga-Zeit um 15.30 Uhr anfangen. Und zweitens passt das Datum 7.7.07 einfach gut, wenn wir 2007 unser Jubiläum haben.
RevierSport online:[i] Wie muss man sich den Ablauf vorstellen, wenn ein kleiner Bezirksligist beim großen Bundesliga-Verein wegen eines Testspiels anfragt?
Pechtel: Man stellt die Anfrage und bekommt dann einen Vertragsentwurf zugeschickt. Darin sind mehrere Bedingungen aufgeführt, die erfüllt werden müssen. Dazu gehören ein vernünftiger Austragungsort, Security, Kabinen, Verpflegung und viele weitere Dinge. Schließlich ist eine Summe festgelegt, die wir nicht nennen wollen. Sie war aber in diesem Fall machbar. Wir wollten uns für so eine Sache nicht verschulden.
RevierSport online: Wie weit sind die Vorbereitungen für das Match im Juli?
Pechtel: Es geht jetzt gerade los. Wir haben die Preise festgelegt, die wir bewusst niedrig gehalten haben. Eine normale Tribünenkarte kostet 10 Euro, ein Stehplatz 7 Euro. Ermäßigte Karten sind schon für 5 Euro zu haben und Kinder zahlen 2 Euro. Der Vorverkauf wird in den kommenden Tagen beginnen.

Zur Person:
Hans Pechtel trainierte die Jugend von Borussia Dortmund von 76-79, 80-82 und 84-86 und holte dabei mehrere DM-Titel. Seit Sommer 2006 ist der ehemalige Kreissportbund-Vorsitzende im EN-Kreis Präsident des FSV Witten 07/32. Dort rief er schon kurz nach seinem Amtsantritt mit dem "Projekt 2012" ehrgeizige Ziele aus.

RevierSport online: Mit was für einer Zuschauerzahl rechnen Sie?
Pechtel: Gegen Gladbach hatten wir 2800 Zuschauer und ich würde für dieses Spiel noch einmal 1000 drauflegen. Es ist zwar Ferienzeit, aber schließlich kommt die erste Elf des BVB zum ersten Mal zusammen. Das ist für viele Fans ein Pflichttermin. Wir stehen zurzeit in sehr intensivem Kontakt mit den Fanclub-Vetretern des BVB.
RevierSport online: Wird es zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen geben?
Pechtel: Es werden die normalen Bedingungen für ein Spiel in dieser Größenordnung herrschen. Wir haben erfahrene Sicherheitskräfte im Team und dazu noch eine Gruppe, die psychologisch auf Konfliktlösung geschult ist. Es wird kein Polizeiaufgebot geben.
RevierSport online: Welche sportlichen Ambitionen kann der FSV für diese Begegnung haben?
Pechtel: Für unsere ebenfalls neue, junge Mannschaft und den neuen Trainer Achim Schütz ist das natürlich auch ein Highlight. Die 90 Minuten gegen Gladbach gingen 0:7 aus, das würde ja diesmal eigentlich sehr gut passen. Mein Wunsch wäre, dass es ein Spiel und kein Kampf wird. Es soll nicht darum gehen, denen zu zeigen, was man kann, sondern darum, dass beide in ihr Spiel finden.
RevierSport online: Hat der BVB denn das Kommen aller Stars schon zugesagt?
Pechtel: Es wird kein Kick gegen eine Traditions- oder die Amateurtruppe. Es kommt in jedem Fall die Lizenzmannschaft mit Trainer Thomas Doll, die kurz danach ins Trainingslager fährt und zum ersten Mal mit den Neuverpflichtungen aufläuft.

Reviersport Felix Guth





Ausverkauft ist das Ziel gegen Wörns und Co.

FSV-COUNTDOWN NOCH VIER TAGE
10 000 BVB-Fans verfolgten das Auftakttraining der Borussia in Dortmund - da wäre es ja wohl gelacht, wenn am Samstag das Wullenstadion des Bezirksligisten FSV Witten nicht aus allen Nähten platzt, wenn die Bundesliga-Stars wie Wörns, Klimovicz oder Smolarek sogar "richtige" (Testspiel-)Tore schießen dürfen. Auch FSV-Boss Hans Pechtel rechnet mit rund 3800 Zuschauern und damit einem vollen Haus am kommenden Samstag, wenn um 15.30 Uhr die Jubiläumspartie zum 100-jährigen Bestehen des Wittener Fusions-Clubs aus VfL Witten 07 und Ballfreunde Ardey 32 angepfiffen wird (Einlass: 13 Uhr).

Es sei sicher, dass die Profis von Trainer Thomas Doll auflaufen würden und keine "B-Elf", sagt Pechtel. Offen ist lediglich noch die Frage, mit wie vielen Spielern Dortmund kommt. Der VfL Borussia Mönchengladbach, der im vergangenen Sommer im Wullenstadion aufspielte, weil die Jugendabteilung des FSV den Hit bei einem DFB-Wettbewerb gewonnen hatte, kam vor einem Jahr mit 22 Spielern. Ähnlich viele Aktive dürfte Doll nach Witten mitbringen, zumal es das erste Testspiel seiner neuen Mannschaft ist.

Das Gladbach-Spiel verfolgten im heißen Nach-WM-Sommer 2800 Zuschauer: "Das wollen wir toppen", sagt Pechtel, der bereits jetzt alle Wittener bittet, "mit dem ÖPNV oder mit dem Fahrrad" anzureisen.

Die 600 Sitzplatzkarten sind längst vergriffen, Stehplatz-Tickets gibt es unter anderem noch beim Verkehrsverein Witten, Ruhrstraße 43 und im FSV-Clubheim Goal, Westfalenstraße 75a, während der Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 12 bis 15 Uhr und 17 bis 23 Uhr.

WAZ 02.07.2007



Nur Alexander Frei hat frei

Einen großen Auftritt hat Fußball-Bezirksligist FSV Witten 07/32 am Samstag um 15.30 Uhr im Wullenstadion, denn zum Jubiläumsspiel stellt sich Bundesligist Borussia Dortmund vor. Es ist der erste Test der Mannschaft von Trainer Thomas Doll in der neuen Saison.
"Deshalb darf man davon ausgehen, dass sich die Spieler richtig ins Zeug legen werden, um beim Coach einen guten Eindruck zu hinterlassen", schätzt Fritz Lünschermann aus der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit des BVB die Situation ein. Schließlich muss BVB-Trainer Thomas Doll einige neue Akteure in das Team integrieren.

Zwei BVB-Teams
Lünschermann, dessen Söhne bei TuRa Rüdinghausen aktiv sind, glaubt, dass Doll mit zwei kompletten Mannschaften die beiden Halbzeiten bestreiten wird. Nur Alexander Frei ist nach überstandener Hüftoperation noch nicht wieder einsatzbereit und soll in dem ab Montag folgenden Trainingslager wieder an die Mannschaft herangeführt werden.
"Ich hoffe, dass wir das Ergebnis in Grenzen halten können", erwartet FSV-Präsident Hans Pechtel eine klare Niederlage, "alles andere wäre eine Sensation". Pechtel selbst wird am Samstag als Moderator auftreten, nachdem BVB-Stadionsprecher Norbert Dickel wegen eines Trauerfalls in der Familie diese Aufgabe nicht übernehmen kann.
Beim Gastgeber hat man sich - nach eigener Einschätzung - gut auf das Spiel eingestellt. Auf organisatorischem Sektor kann das Team um Jugendleiterin Christel Schmitt auf die Erfahrungswerte aus dem letzten Jahr zurück greifen, als die "kleine Borussia" aus Mönchengladbach im Wullenstadion ihre Visitenkarte abgab.

Das Interesse der Medien ist überaus groß. Fernseh- und Radiosender haben sich ebenso angekündigt wie viele Kollegen der schreibenden Zunft. Damit das Spiel in geordneten Bahnen ablaufen kann, stehen ca. 1400 Ordner, darunter viele Eltern von FSV-Jugendlichen, bereit.
Der FSV-Vorsitzende Horst Köpsel rechnet mit ca. 3500 bis 3800 Zuschauern, glaubt aber nicht an eine "volle Hütte": "Die Sommerferien werden sich auf die Besucherzahl auswirken. Sollte der Zuspruch aber größer sein als erwartet, sind wir nicht sauer und werden auch das meistern", glaubt sich der Polizist auf der sicheren Seite.
Dass der BVB zu dem außergewöhnlichen Jubiläum - der VfL Witten 07 wurde vor 100 Jahren, die Ballfreunde Ardey 32 vor 75 Jahren gegründet - verdankt er zu einem großen Teil Sparkassen-direktor Rolf Maasche, einem bekennenden BVB-Fan, der früher selbst das Trikot des VfL getragen hat und damit in die Fußstapfen seines Vaters trat. Mit einer fünfstelligen Summe unterstützte das Kreditinstitut das Bemühen des FSV um einen "angemessenen" Jubiläumsgegner.
Bevor die Aktiven mit dem Aufwärmen beginnen (14.55 Uhr) , haben ab 13.30 Uhr im Vorspiel bereits eine U10/11 des FSV und eine U9/10 von Borussia Dortmund die Klingen gekreuzt. Die Stadiontore werden um 13 Uhr geöffnet. Für die musikalische Unterhaltung sorgt während der fünf Stunden dauernden Veranstaltung DJ Felix Fenske.

Viele Interviews
Interviews mit den Trainern Thomas Doll und Hans-Joachim Schütz, dem neuen Coach beim FSV, sind vor Spielbeginn ebenso geplant wie eine Pressekonferenz nach dem Spiel auf der Laufbahn mit den Trainern und Spielern. Dabei haben die Borussen noch eine besondere Zusage gegeben: Sie wollen nach dem Spiel auf dem Gang in die Kabine den Kindern und Jugendlichen Autogramme geben.
Der FSV bittet die Zuschauer, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad zu kommen. Es steht zwar in der Nähe des Wullenstadions auch ein Kontingent an Parkplätzen zur Verfügung, doch reicht dieses voraussichtlich nicht aus. - -ja

RN 03. Juli 2007


Mission 07

Zum Hit am 07.07.07 wünscht sich Wittens Präsident ein "0:7" - gegen die Stars von Borussia Dortmund wär´ das ja was. BVB-Trainer Thomas Doll und FSV-Coach Achim Schütz wollen "zwei Mannschaften" aufbieten

Das wird ein munteres Wechselspiel: Sowohl Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund als auch Bezirksligist FSV Witten wollen beim Hit zum 100-Jährigen des FSV am Samstag (Anpfiff 15.30 Uhr) "mit zwei Mannschaften" antreten. BVB-Sprecher Fritz Lünschermann erklärte gestern bei einer Pressekonferenz im Clubheim "Goal", dass Trainer Thomas Doll fast alle Spieler seines neuen Kaders einsetzen wolle. Insbesondere sollen sämtliche Zugänge erstmals im BVB-Trikot auflaufen - die Partie im Wullenstadion ist für den Bundesligisten das erste Testspiel. Die Fans dürfen sich also freuen auf Stars wie Diego Klimowicz (vom VfL Wolfsburg), Robert Kovac (Juventus Turin), Giovanni Federico (KSC), Jakub "Kuba" Blaszczykowski (Krakau) oder Mladen Petric (FC Basel). Oder auf Wörns, Dede, Tinga ... - kein Wunder, dass FSV-Präsident Hans Pechtel bei seinem Borussen-Vergleich schon einen Sieger sieht: Die Partie gegen Mönchengladbach vor einem Jahr war ja was, aber "Dortmund ist noch eine Nummer größer". Gegen Gladbach verlor der FSV mit 0:7 vor 2800 Zuschauern. Während sich FSV und BVB in punkto Gage nicht in die Karten schauen lassen (der BVB-Auftritt kostet Witten "eine fünfstellige Summe", so der FSV-Präsident), formuliert Pechtel in punkto Ticketverkauf und Ergebnis seine Wünsche offen: "Ich hoffe auf 3800 Zuschauer. Und dass wir nur 0:7 verlieren." Passend zum Tage eben: am 07.07.07.

Weitere Zahlen: 200 Ehrenamtliche des FSV packen an, unter anderem an vier Getränke- und fünf Grillständen. 140 Ordner, darunter 80 zum Teil szenekundige Männer vom BVB, sollen für einen reibungslosen Ablauf sowie in Zusammenarbeit mit der Polizei für Sicherheit sorgen. Man gehe von einem ruhigen Verlauf aus, berichtet FSV-Vorsitzender Horst Köpsel, von Beruf selbst Polizist. Für den Fall der Fälle sei die Polizei gerüstet, in "ausreichender Stärke" präsent. Verkehrsprobleme rund ums Stadion kann er nicht ausschließen, Straßensperrungen sind nicht geplant. Los geht die Party vor der Partie um 13 Uhr, dann öffnen auch die Tageskassen. DJ Felix Fenske legt auf, das Vorspiel (13.30 Uhr) bestreiten die U10/11-Jungs des FSV gegen die U9/10 des BVB. Nach einem Interview mit den Trainern (15 Uhr) heizen die Hertener Cheerleader "Magic Paws" ein, drei Mitglieder des Männergesangsvereins Lyra Bommern stimmen vor dem Anpfiff die deutsche Nationalhymne an. Es wird ein "Gang" zwischen Kabine und Platz für die Spieler eingerichtet, hier sollen die BVB-Stars den Kindern auch Autogramme schreiben - beide Vereine bitten darum, dass sich da keine Erwachsene (rein-)drängeln.

Uli Drechsel wird "die Stimme des Spiels". Der Dortmunder Stadionsprecher Norbert Dickel sagte wegen eines Trauerfalls in der Familie ab. rari

WAZ 03.07.2007


Kapitänsbinde als Dankeschön

Kai Drechsel führt heute seine Mannschaft an, wenn sie mit den Profis von Borussia Dortmund in das Wullenstadion einläuft. 24-Jähriger ist seit dem siebten Lebensjahr im Verein. Und er ist BvB-Fan

FUSSBALL 100 JAHRE FSV WITTEN
Es gibt Aufgaben im Fußball, die können zu einer Belastung werden. In der 89. Minute zu einem entscheidenden Elfmeter antreten zu müssen - zum Beispiel. Oder den Torjäger der gegnerischen Mannschaft neunzig Minuten zu bewachen. Und dann gibt es Aufgaben, die Fußballer nur zu gern übernehmen. So eine hat heute Kai Drechsel. Der 24-Jährige vom FSV Witten führt seine Mannschaft als Kapitän ins Wullenstadion, wenn es um 15.30 Uhr im Jubiläumsspiel gegen die Profis von Borussia Dortmund geht.

Eigentlich ist der angehende Kaufmann für Bürokommunikation nicht der FSV-Spielführer. In der vergangenen Saison war es Jan Werringlöer, der für die kommende Saison steht noch nicht fest. Kai Drechsel ist zunächst "Kapitän für einen Tag". Für den Tag. "Ich betrachte das als Anerkennung für meine Vereinstreue. Ich freue mich riesig", sagt der 24-Jährige, der seit seinem siebten Lebensjahr für den FSV kickt. Anfragen andere Clubs habe es zwar zwischenzeitlich gegeben, "doch irgendwie ist dann nie was draus geworden".

Gut so, denn heute geht es nicht nur gegen Borussia Dortmund, es geht gegen den Lieblingsclub von Kai Drechsel. Alle zwei Wochen sitzt er bei Heimspielen der Schwarz-Gelben auf der Tribüne. Heute wird er voraussichtlich Christian Wörns oder Sebastian Kehl bei der Begrüßung im Mittelkreis die Hand schütteln. "Mittlerweile bin ich schon ganz schön kribbelig. Die Anspannung steigt minütlich", sagt Kai Drechsel, der Stürmer, der in der vergangenen Bezirksliga-Saison meist im Mittelfeld Aufgaben übernehmen musste.

Er kennt sie alle, die BvB-Spieler. "Auf Alexander Frei hätte ich gefreut, aber er ist ja verletzt", bedauert Drechsel. Aber auch die anderen Stürmer wie Nelson Valdez oder Ebby Smolarek seien ja nicht ohne. Kai Drechsel bewundert die Profis schon, ein echtes Vorbild in den Dortmunder Reihen hat er aber nicht.

Heute hofft Kai Drechsel, dass der Trainer ihn wieder in den Sturm beordert. Ob links, rechts oder in der Mitte ist ihm egal. "Die Zuschauer kommen in erster Linie, um die Borussia zu sehen. Ich hoffe, die Dortmunder machen nicht ganz ernst, dann gelingt uns vielleicht auch die eine oder andere gute Offensivaktion", sagt der 24-Jährige. Ein Tor von Kai Drechsel gegen Roman Weidenfeller? Das wäre ein Traum.

Ganz Kapitän sieht er aber auch das große Ganze. Eineinhalb Stunden schöner Fußball - ohne Regen - das wäre für Zuschauer und die vielen Helfer riesig.

Die schwierigste Aufgabe - da ist sich Kai Drechsel übrigens ziemlich sicher - hat heute Trainer Achim Schütz. "Bei den ersten Trainingseinheiten waren dreißig Spieler da. Und alle wollen natürlich gegen Dortmund spielen", möchte Kai Drechsel nicht die Auswahl treffen müssen.

Er ist für die Startelf gesetzt. Geht ja auch gar nicht anders - als Kapitän.

WAZ 06.07.2007 Von Dietmar Mauer


8:0 beim FSV Witten - Doll war mit erstem Test vollauf zufrieden

Borussia Dortmund ist mit einem deutlichen Sieg ins Spieljahr 2007/2008 gestartet. Im ersten von insgesamt acht Vorbereitungsspielen auf die kommende Bundesliga-Saison siegte der BVB beim Bezirksligisten FSV Witten mit 8:0 (5:0). Vor 5.021 zahlenden Zuschauern im Wullenstadion erzielten Senesie, Klimowicz und Petric (je 2) sowie Federico und Smolarek die Tore für den BVB.

Federico schoss das erste Tor der Saison.
Ohne die Stürmer Alexander Frei (Aufbautraining nach Hüft-OP) und Nelson Valdez (Bänderdehnung), dafür aber mit Steven Pienaar, der eine Reizung in der Patellasehne rechtzeitig überwunden hatte, und mit Delron Buckley trat der BVB in Witten an. "Wir haben in den letzten Jahren immer versucht, unsere Testspiel-Premiere in der näheren Umgebung stattfinden zu lassen, um den Fans aus der Region einen Vorgeschmack auf die kommende Saison zu geben", erklärte Sportdirektor Michael Zorc.

Er sah eine insbesondere im ersten Durchgang überzeugend aufspielende Borussia, die der Forderung nach Tempofußball nachkam. Trainer Thomas Doll setzte 22 Akteure jeweils über 45 Minuten ein. Bereits in der dritten Spielminute erzielte Neuzugang Giovanni Federico das erste Tor der Saison. Nach einem abgewehrten Klimowicz-Schuss war der letztjährige Zweitliga-Torschützenkönig im Nachschuss erfolgreich. In der zwölften Minute verwandelte Amateur Sahr Senesie eine Kuba-Vorlage direkt zum 2:0.

Jetzt begann die stärkste Phase der Schwarzgelben. Federicos Lupfer in den Lauf von Klimowicz führte zum 3:0 (19.), eine erneut sehenswerte Vorarbeit von Kuba schloss Senesie mit dem 4:0 ab (36.). Zwei Minuten später verwandelte Klimowicz einen Foulelfmeter zum 5:0-Halbzeitstand - Senesie war gelegt worden.

Im zweiten Durch- gang hinter den Spitzen: Mladen Petric. Bemerkenswert war im ersten Durchgang das Zusammenspiel zwischen den schnellen Degen und Kuba, die abwechselnd marschierten und sich bei ihren Vorstößen gegenseitig absicherten.

Die zweite Halbzeit verlief dann nicht mehr ganz so fulminant wie die erste. Erst in der 67. Minute traf Petric im Nachsetzen zum 6:0, nachdem Buckley zuvor am Pfosten gescheitert war. Drei Minuten später erhöhte Smolarek nach Kehls Pass in die Tiefe auf 7:0. Den Schlusspunkt setzte Petric in der 87. Minute mit einer Direktabnahme nach Dedes Flanke. Insgesamt hätte der BVB locker zweistellig gewinnen können, gab es doch drei Pfosten- und Lattentreffer im ersten und zwei weitere Alu-Treffer im zweiten Durchgang.

"Meine Mannschaft hat sich wunderbar bewegt. Die Laufbereitschaft war da - trotz der harten Trainingseinheiten", lobte Thomas Doll. Eines steht schon jetzt fest: Der Kader ist in der Breite deutlich besser besetzt als in den Vorjahren. Der nächste Test ist allerdings schon von einem ganz anderen Kaliber: Am kommenden Dienstag (20.45 Uhr) trifft der BVB im Rahmen des OBI-Cups in der Schweiz auf Gastgeber Young Boys Bern. (br/JS)

Die Gastgeber hatten ihre beste Chance nach einer halben Stunde, als der aufgerückte Abwehrspieler Christian Kratschmer mit einem Kopfball nur knapp das Tor verfehlte. Nach dem Match gab Thomas Doll seinen Schützlingen frei bis zum Start ins Trainingslager am Montagmorgen

BVB 1. Halbzeit: Weidenfeller - Degen, Wörns, Kovac, Vrzogic - Kruska - Kuba, Gordon - Federico - Klimowicz, Senesie.
BVB 2. Halbzeit: Ziegler - Kringe, Brzenska, Amedick, Dede - Kehl - Pienaar, Tinga - Petric - Smolarek, Buckley.
Tore: 0:1 Federico (3.), 0:2 Senesie (12.), 0:3 Klimowicz (19.), 0:4 Senesie (36.), 0:5 Klimowicz (38., Foulelfmeter), 0:6 Petric (67.), 0:7 Smolarek (70.), 0:8 Petric (87.).

BVB 07.07.2007


Teams + Tore


1. HALBZEIT
FSV Witten 07/32: - Stefan Gosing (31.Alessandro Basile), Christian Kratschmer, Marc Debald, Stephan Templin, Fadil Salkanovic, Jan Werringloer, Valon Banulla, Andreas Schäfer, Kai Drechsel, Eren Yildirim, Daniel Michael.

Borussia Dortmund: - Roman Weidenfeller, Philipp Degen, Christian Wörns, Robert Kovac, David Vrzogic, Marc-André Kruska, Daniel Gordon, Jakub Blaszczykowski (Kuba), Giovanni Federico, Diego Klimowicz, Sahr Senesie.

2. HALBZEIT
FSV Witten 07/32: - Alessandro Basile (61.Karsten Lendeckel), Christian Kratschmer (50.Daniel Osinski), Stephan Templin (61.Dennis Bergel), Fadil Salkanovic (63.Frank Lenk), Valon Banulla (61.Ahmet Duran), Andreas Schäfer (67.Seyhan Korkmaz), Kai Drechsel (61.Zdenko Rivic), Uwe Steiner, Sezer Tekin, Nejati Baris (67.Patrick Pogledic), Sven Schmidtke.
Borussia Dortmund: - Marc Ziegler, Florian Kringe, Martin Amedick, Markus Brzenska, Dede, Sebastian Kehl, Tinga, Steven Pienaar, Mladen Petric, Ebi Smolarek, Delron Buckley.
Tore: - 0:1 (3.) Federico, 0:2 (12.) Senesie, 0:3 (19.) Klimowicz, 0:4 (37.) Senesie, 0:5 (39.) Klimowicz, Elfmeter, 0:6 (68.) Petric, 0:7 (69.) Smolarek, 0:8 (87.) Petric.
Schiedsrichter: - Thomas Altgeld (TuS Stockum) mit den Assistenten Frank Drexelius (Stockum) und Sven Wegert (BW Weitmar 09). -
Zuschauer: - 5021 (zahlende).

RN 08. Juli 2007


Watzke lobt die starken Torhüter


Natürlich waren am Samstag auch jede Menge bakannter Persönlichkeiten aus Witten beim Gastpiel von Borussia Dortmund im Wullenstadion zu Besuch. Die Stimmen zum Spiel im Überblick:

Rolf Maasche, Vorstandsvorsitzender Stadtsparkasse Witten: - "Dieser Tag war ein echtes Highlight für den Wittener Fußball. Sollten im nächsten Jahr die Spieler aus der unaussprechlichen Stadt hierher kommen, werden wir aber natürlich auch diese Partie sponsern."
Klaus Lohmann, Vorsitzendes StadtSportVerbandes: - "In der ersten Halbzeit hat mich Phlipp Degen von der Borussia am meisten überzeugt zusammen mit Kuba. Aber der FSV hat wirklich gut mitgehalten, vor allem in der zweiten Halbzeit."
Hans-Jürgen Dietrich, stellvertretender Bürgermeister: - "Es wäre schön, wenn wir in jedem Jahr ein solches Spiel in Witten haben würden. Aber ich habe gehört, dass sich Herr Pechtel darum bemüht, den FC Schalke 04 zu uns zu holen. Das wäre natürlich sehr schön. Ich bin Fan aller großen Clubs im Revier und verstehe die große Rivalität nicht ganz. Man sollte zusammenhalten."
Walter Hafermas, Vorsitzender Fachschaft Fußball: - "Sportlich gesehen war ja nicht mit einer Überrschung zu rechnen. Das Ergebnis von 0:8 ist aber wirklich aller Ehren wert. Ein Lob auch an die Organisatoren, alles hat wirklich toll geklappt."
Hans-Joachim Watzke, Geschäfstführer Borussia Dortmund: - "Wir von Borussia Dortmund haben uns hier in Witten sehr wohl gefühlt. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Ich habe zwar keinen FSV-Spieler gesehen, den wir verpflichten sollten, aber mir ist schon positiv aufgefallen, dass der FSV über drei erstklassige Torhüter verfügt."
Thomas Doll, Trainer Borussia Dortmund: - "Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir jedes Jahr Spiele wie dieses machen. Das Ergebnis von 8:0 ist okay."
Hans Pechtel, Präsident des FSV Witten: - "Ich bin mit dem heutigen Tag mehr als zufrieden. Wir haben ein Fußballfest erlebt. Leider ist ein Tor zu viel gefallen, ein 0:7 wäre doch toll gewesen."
Kai Drechsel, Kapitän des FSV Witten: - "Es war ein einmaliges Erlebnis gegen Leute wie Christian Wörns und Robert Kovac spielen zu dürfen. Nach dem 0:1 habe ich zu Kovac gesagt, dass sie mal langsam machen sollen. Da hat er gemeint, sie hätten ja lediglich 45 Minuten Zeit. Die waren alle sehr locker, es hat wirklich Spaß gemacht, gegen sie zu spielen."
Christel Schmitt, Jugendleiterin des FSV Witten: - "Ich bin begeistert über das, was wir hier erlebt haben. Unsere Nachwuchsspieler hatten Spaß, über die Autogramme haben sie sich gefreut. Ich selbst habe so viel Arbeit gehabt, dass ich kaum etwas mitbekommen habe." - KoLa

RN 08. Juli 2007


Erwartungen erfüllt


FSV Witten 07/32 wollte am Samstag beim Jubiläumsspiel gegen den Bundesligisten Borussia Dortmund in erster Linie Spaß haben - dieses Vorhaben kann als gelungen bezeichnet werden.

Dabei hatten die Verantwortlichen offensichtlich einen Bund mit Petrus geschlossen, denn während der Veranstaltung stattete die Sonne dem Wullenstadion einen Besuch ab. Als die Begegnung in der Schlussphase war, zogen Wolken am Himmel auf, noch vor der Pressekonferenz öffnete Petrus die Schleusen.
Mit 5021 zahlenden Zuschauern, so die offizielle Mitteilung des FSV, wurden die Erwartungen übertroffen und eine deutlich höhere Zahl an Besuchern registriert als vor einem Jahr, als sich die "kleine Borussia" aus Mönchengladbach in Witten die Ehre gab.

BVB ein Tor besser
Die hatte im April 2006 mit 7:0 einen standesgemäßen Sieg herausgespielt. Auch diesmal sah es fast 20 Minuten lang so aus, als sollte der FSV mit 0:7 das Nachsehen haben. Dann erzielte die "große Borussia" noch einen Treffer und dokumentierte den kleinen Unterschied zum jetzigen Zweitligisten.

Von Beginn an ließen die Schützlinge von Trainer Thomas Doll, der mit zwei verschiedenen Mannschaften die beiden Halbzeiten bestritt, keinen Zweifel aufkommen, dass man die Begegnung ernst nimmt. Nach 19 Minuten führte der BVB bereits mit 3:0, wobei außerdem noch drei Mal die Torbegrenzung getroffen wurde und FSV-Torwart Stefan Gosling noch einige gute Paraden zeigte. Der Klassenunterschied wurde in der ersten Halbzeit mit zunehmender Dauer des Spiels größer.
Vor allem über die rechte Seite, wo der polnische Neuzugang Jakub Blaszczykowski ("Kuba") immer wieder Außenverteidiger Philipp Degen "auf die Reise schickte", kam der BVB zu vielen Vorstößen, aus denen der Gast jedoch zu wenig Kapital schlagen konnte. Hier war auf FSV-Seite Daniel Michael offensichtlich überfordert, auch Andreas Schäfer vermochte die Lücken nur selten zu schließen. Überfordert oder übermotiviert war auch Christian Kratschmer, der mehrfach durch seine Fehlpässe gute Angriffe der Gäste einleitete. Die einzige gute Chance der Gastgeber ging jedoch auf sein Konto, als er nach einem Freistoß per Kopf das BVB-Tor nur knapp verfehlte (29.).

Nach dem Seitenwechsel wurde die Überlegenheit des Bundesligisten noch drückender, allerdings "vergaßen" die Dortmunder in dieser Phase, den Vorsprung auszubauen. Innerhalb weniger Minuten hätten die Borussen drei bis vier Tore erzielen müssen, scheiterten aber in Gestalt von Delron Buckley, Ebi Smolarek (mit herrlichem Fallrückzieher) und Tinga (mit platziertem Kopfstoß) an dem fast unüberwindlichen Alessandro Basile.
Nach 70 Minuten sorgte ein "Doppelschlag" durch Mladen Petric und Ebi Smolarek zum 7:0 noch einmal für mehr Bewegung auf dem Platz. Aber auch hier - wie in den Minuten nach der Halbzeitpause - vermochte das Trio Ebi Smolarek, Delron Buckley und Tinga den inzwischen eingewechselten Karsten Lendeckel nicht zu überwinden.

Autogramm-Jagd
Kurz nachdem Mladen Petric für den Endstand gesorgt hatte, beendete Schiedsrichter Thomas Altgeld, der mit seinen Assistenten Frank Drexelius und Sven Wegert die faire Partie jederzeit im Griff hatte, die 90 Spielminuten und gab die Jagd der Fans nach Autogrammen der Dortmunder frei.
Altgeld ist mit seinen Kollegen in die Oberliga aufgestiegen und hat damit das bereits geschafft, was sich der Jubilar FSV Witten 07/32 bis 2012 auf seine Fahnen geschrieben hat. Der neue Trainer Hans-Joachim Schütz war mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden: "Wir haben versucht, dagegen zu halten und nicht zweistellig zu verlieren. Das ist uns gelungen, deshalb ein Kompliment an die gesamte Mannschaft". - -ja

RN 08. Juli 2007


Wittener Nachwuchs gegen BVB chancenlos


Kein Bein auf den Boden bekam die U10/U11 des FSV Witten 07/32 am Samstag gegen die U9/U10 von Borussia Dortmund. Die Gastgeber mussten sich mit 0:19 geschlagen geben.

Bereits nach einer Minute lagen die Wittener zurück. Im Verlauf der Partie mussten die Wittener Keeper Marco Gerlach und Torben Schaberg immer wieder den Ball aus dem Netz fischen. Vor allem bei Flanken war der FSV fast immer chancen- und kopflos. So fielen die Tore wie die reifen Früchte. Die Niederlage hätte sogar noch höher ausfallen können. Dennoch hatten alle Spieler des FSV viel Spaß, spielte man doch gegen die Junioren des Lieblingsvereins der meisten Jungs.
Da schmerzte die Schlappe nicht so sehr. "Wir mussten auf einige unserer besten Akteure verzichten, weil sie im Urlaub sind. Vielleicht hätten wir sonst besser ausgesehen", so FSV-Coach Norbert Marzok. - KoLa
FSV Witten 07/32: - Marco Gerlach, Torben Schaberg, Antonio Djordic, Rijad Alomerovic, Diego Correia, Maurice Schacht, Matthias Müller, Gökhan Cayan, Jonathan Marzok, Frederick Iserloch, Robin Wahrholt, Tarkan Karadan.

RN 08. Juli 2007


FSV-Knirspe strahlen trotz des 0:19


Sie hatten soeben die höchste Niederlage ihrer noch jungen Fußballerkarriere kassiert und strahlten dennoch über das ganze Gesicht: Die U 10-Fußballer des FSV. Sie durften im Vorspiel gegen ihre BVB-Altersgenossen ?ran. Und obwohl es am Ende 19:0 für die schwarzgelben Knirpse stand, "hat das richtig Spaß gemacht", wie Mannschaftkapitän Jonathan Marzok fand. "Die waren manchmal so schnell, dass man sie gar nicht gesehen hat", sagte seine Teamkollege Frederik Iserloh.

Ulrich Drechsel war der Norbert Dickel für einen Tag. Wo sonst maximal einige Hundert seiner Stimme lauschen, waren es am Samstag fast 6000. Und schon beim ersten Dortmunder Tor passierte es: Federico (nicht Frederico, wie Drechsel ihn nannte) traf, der Sprecher rief Klimowicz als Schützen aus. "Bei dem Trubel der zwischendurch in der Sprecherkabine herrscht, kann man schonmal den Überblick verlieren", meinte Drechsel entschuldigend. Die Rechtfertigung scheint überflüssig. Denn letztlich erledigte Drechsel den Job absolut zufriedenstellend.
"Ich bin absolut kaputt, obwohl ich nur 30 Minuten gespielt habe", stöhnte Torwart Karsten Lendeckel nach dem Abpfiff. "Das Tempo, mit dem die Profis spielen, ist unglaublich". Defensivmann Jan Werringloer war hochzufrieden. "Wir wollten es nicht zweistellig werden lassen. Das haben wir geschafft", meinte er. Beim Auslaufen direkt nach Spielende gab es wohl niemanden im FSV-Team, der keinen Spaß an den vorherigen 90 Minuten hatte.
Beim Abpfiff im Wullenstadion gab es besonders für die jungen Fußball-Fans kein Halten mehr. Sie stürmten auf das Spielfeld, um BVB-Autogramme zu erhaschen. Das Fernsehteam vom WDR schnappte sich hingegen sogleich Wittens Torwart Karsten Lendeckel zu einem Kurzinterview. Und der erzählte mit einem breiten Grinsen, wie toll es gewesen sei, gegen die Profis aus Dortmund zu spielen.

WAZ 08.07.2007


Gelungenes Fest


Volksfest-Stimmung herrschte am Samstag rund ums Wullenstadion. Die Bundesliga-Mannschaft von Borussia Dortmund gastierte aus Anlass der Jubiläumsfeierlichkeiten des FSV Witten 07/32 in der Ruhrstadt und zog 5021 zahlende Zuschauer an.

Als um 13 Uhr die Tore für das Publikum geöffnet wurden, strömten bereits hunderte BVB-Fans in Wittens schönstes Fußballstadion. Dabei waren aber auch einige "Problemfans".
Dennoch blieb es den ganzen Tag über ruhig. Szenekundige Polizisten aus Dortmund und auch einige Ordner des BVB sorgten für einen reibungslosen Ablauf.
Nach und nach füllte sich das Rund immer mehr, und beim Spiel der U10/U11 des FSV gegen die U9/U10 des BVB waren die Tribünen schon prall gefüllt.

Die Vertreter der überregionalen Presse waren da aber noch nicht erschienen. Aufmerksamkeit wie nur selten wurde Witten gestern zu teil. Der WDR schickte ein Kamerateam, zudem waren die Bild-Zeitung und der Kicker mit Vertretern vor Ort. Zu gewinnen gab es nicht nur etwas für die Spieler, auch die Zuschauer konnten auf einen Gewinn hoffen. Genauer gesagt nur die, die sich ein Los gekauft hatten. Jedes Los "gewann" einen BVB-Kalender, Lospreis 2 Euro. Kein zu niedriger Preis, bedenkt man, dass der Kalender nur noch ein halbes Jahr gültig ist.
Highlight waren sicherlich auch die Auftritte der Cheerleader der Hertener Löwen, die in der zweiten Basketball-Bundesliga spielen. Mit ihren furiosen Tanzdarbietungen brachten sie die Zuschauer für das Spiel in sehr gute Partystimmung.

Drechsel ironisch
Während der 90 Minuten stand natürlich das runde Leder im Vordergrund, doch auch Stadionsprecher Ulrich Drechsel sorgte das eine oder andere Mal für Aufmerksamkeit unter den Zuschauern. Zunächst schrieb er das 1:0 für den BVB dem Neuzugang Diego Klimowicz zu, dabei war Giovanni Federico - ebenfalls ein Neuzugang - erfolgreich gewesen.
Aber für Delron Buckley hatte er sich ein besonderes "Geschenk" ausgedacht. Als Mladen Petric nach einem Pfostenschuss von Buckley diesen als Torschützen genannt hatte, korigierte sich Drechsel süffisant: "Nein, natürlich nicht!". Damit bezog er sich ein wenig ironisch auf die Bilanz des Südafrikaners, der noch keinen Treffer für die Borussia erzielt hat.

Jubiläumsdatum
Das bekamen aber nicht alle Besucher mit. Zumeist wurden die Zuschauer in einer solchen Lautstärke beschallt, dass man sich kaum noch unterhalten konnte. Für die Ohren war es jedenfalls nicht besonders gesund. Glück hatte der FSV sowohl mit dem Datum als auch mit dem Wetter. Wenn ein Verein, der 1907 gegründet wurde, sein Jubiläumsspiel gegen den BVB am 07.07.2007 austragen kann, dann ist das als gelungen anzusehen. "Der Termin war perfekt, stand aber erst vor fünf Wochen fest", so FSV-Präsident Hans Pechtel. Und dann auch noch Sonne nach einer feuchten Woche, mehr Glück kann man kaum noch haben. Bei Regen hätten mit Sicherheit weniger Zuschauer den Weg ins Wullenstadion gefunden. Nur nach dem Abpfiff regnete es ganz kurz einmal. - KoLa

RN 08. Juli 2007


Ein würdiger Rahmen


5021 zahlende Zuschauer genießen bei bestem Wetter die Partie gegen Borussia Dortmund.
Wittener Torhüter können sich gegen die Profis trotz des 0:8 auszeichnen

Im Wullenstadion, dort, wo sich zu Meisterschaftsspielen vielleicht 200 Zuschauer verlaufen, drängelten sich am Samstag um 15.30 Uhr, zur traditionellen Bundesligazeit, noch Hunderte am Kassenhäuschen, um Einlass zu finden. "Der Anpfiff wird sich ein wenig verzögern", gab Ulrich Drechsel über die Lautsprecher bekannt. Kein Murren unter den Tausenden im Stadion - insgesamt zahlten 5021 eine Eintrittskarte. Selbst die BVB-Fans, die sich rechts neben der Tribüne in einem Block versammelt hatten, pfiffen nicht. Sie stimmten stattdessen bei strahlendem Sonnenschein ihre Gesänge an.
Sieben Minuten mussten alle nur warten, dann gab der Stockumer Thomas Altgeld Schiedsrichter die Partie frei. "Wir freuen uns, zurück zu den Wurzeln zu kommen. Ein schönes Stadion, eine schöne Atmosphäre. Wir wollen schauen, wie die sechs Neuzugänge in die Mannschaft finden", hatte BVB-Coach Thomas Doll vor dem Spiel im Interview gesagt. "Ich bin eigentlich nicht nervös. Meine Mannschaft, die einen Altersdurchschnitt von 21 Jahren hat, darf aber ein bisschen nervös sein", tat Wittens Trainer Achim Schütz kund.

Anpfiff.
Die große Fotografenschar orientierte sich - natürlich - hinter das Wittener Tor. Von viel Nervosität war bei den Wittenern aber gar nichts zu spüren. Sie waren engagiert. Den Dortmunder Neuzugängen war aber ebenso anzumerken, dass sie sich gleich im Kampf um die Stammplätze in den Vordergrund spielen wollten. So wie der flinke Giovanni Federico, der gleich in der dritten Minute traf. "Zwölf dabei", schallte es aus dem Borussen-Block. Oder der kräftige Diego Klimowicz, dessen wuchtiger Kopfball mehr die Qualität eines Schusses hatte. Der Ex-Wolfsburger bewies beim 0:3 aber auch, dass er auch anders kann. Mit dem Außenrist spitzelte er den Ball vorbei an FSV-Torwart Stefan Gosing.

Apropos Wittener Torleute.
Sie machten alle drei ihre Sache sehr gut. Zunächst Stefan Gosing, für den später Alessandro Basile kam. Auch er verhinderte mit guten Reflexen den einen oder anderen Gegentreffer. Als Letzter ging Karsten Lendeckel zwischen die Pfosten. Und er verdiente sich ein Extra-Lob von Ebi Smolarek. Der leichte Klaps in den Nacken sollte wohl heißen: Wie hast Du das denn gemacht? Smolarek hatte gegen den Lauf geköpft, Lendeckel den Ball noch irgendwie mit den Fingerspitzen zur Ecke gelenkt.
Offensiv wurde dem Bezirksligisten nur wenig Raum zur Entfaltung gelassen. Da hatten aber wohl nur die kühnsten Optimisten anderes erwartet. Christian Wörns und Robert Kovac ließen mit all ihrer Erfahrung nichts zu. Bis auf den Kopfball von Christian Kratschmer. Ob da Roman Weidenfeller noch herangekommen wäre?

Ansonsten waren die Wittener vornehmlich damit beschäftigt, die Dortmunder möglichst weit von ihrem Tor fernzuhalten. Das gelang nicht immer. Nach der Pause dauerte es zwar einige Zeit, bis die Borussia wieder Fahrt aufgenommen hatte. Dann zeigten Florian Kringe und Ebi Smolarek ein, zwei Kabinettstückchen für die Galerie. Szenenapplaus. Neuzugang Mladen Petric meldete mit zwei Toren Ansprüche auf einen Stammplatz an. Thomas Doll hatte eine komplett neue Elf zur zweiten Halbzeit aufs Feld geschickt, während FSV-Trainer Achim Schütz die Salami-Taktik bevorzugte und schrittweise wechselte.
Dass es am Ende auch hätte zweistellig ausgehen können, soll nicht verschwiegen werden. In drei, vier Situation kam den wackeren Wittenern der Pfosten oder der Querbalken zur Hilfe. Das hatte sich der Jubilar aber redlich verdient.

WAZ 08.07.2007


Alles Bundesliga in Annen


Im Wullenstadion ist beim Besuch von Borussia Dortmund nichts wie gewohnt.
Würstchengrill und Zapfhahn im Dauereinsatz. Szenenapplaus für Torwart-Paraden und Drechsels Beinschuss

Das hatten die ehrwürdigen Zuschauerränge des Wullenstadions lange nicht mehr erlebt. Beinahe 6000 Menschen drängten sich auf der einzigen Sitzplatztribüne, Steintreppen oder auf blanker Wiese. Das Wullenstadion an diesem Nachmittag: eine einzige Fußball-Erlebnisreise.
Schritt für Schritt geht der Einlass voran. Zuerst eine intensive Taschenkontrolle unter den Augen erfahrener Ordner. Gepanzerte und bewaffnete Polizisten schauen zu. Samstag, 15.30 Uhr - alles Bundesliga in Annen.

Drinnen schwitzen die Helfer an den vielen Bratwurst- und noch mehr Bierständen schon seit dem Vormittag. Würstchendrehen, Bier einschenken, Geld zählen - alles im Akkord. Direkt neben der Tribüne lärmt der harte Fan-Kern. Und schießt bei aller Unterhaltsamkeit spätestens über das Ziel hinaus, als er die FSV-Torhüter beim Abstoß beschimpft. Sonst bleibt alles friedlich. Der ehrenamtliche Einsatz von mehr als 100 Ordnern zahlt sich aus.

Auf den Rängen dominiert - klar - schwarz-gelb. Doch es sind auch viele darunter, die zum ersten Mal so nahe an den BVB-Profis dran sind. Der kleine Frederik (5) zum Beispiel, der auf Papas Schultern beste Sicht auf das ungleiche Duell auf dem Rasen hat. Was er schon beim ersten Fußballbesuch gelernt hat, zeigt er schon nach wenigen Minuten. Papa flucht in bester Sportplatz-Manier, der Sohnemann macht?s nach. Trotzdem: In Zukunft soll es häufiger zum BVB ins Stadion gehen.

Das Spiel nimmt schnell Fahrt auf und die Zuschauer ziehen mit. Dankbar werden die Aktionen der BVB-Profis beklatscht. Doch auch die Wittener Spieler erhalten ihren Szenenapplaus. Die Torhüter dürfen mehr als einmal stolz über die ihre Paraden lächeln. Sein ganz persönliches Erlebnis gönnt sich Kai Drechsel, der Christian Wörns in der 32. Minute einen blitzsauberen Beinschuss verpasst.

Mit dem Abpfiff ist für die Dortmunder Spieler die Arbeit noch nicht beendet. Riesige Trauben von Autogrammjägern bilden sich um die Profis. Die geben sich geduldig und als höfliche Gäste. Von "wunderbaren Bedingungen", spricht BVB-Coach Thomas Doll nachher und fügt hinzu. "Der Blick in die leuchtenden Kinderaugen ist für die Spieler ein toller Moment."

WAZ 08.07.2007 Von Felix Guth


"Das ist kaum zu toppen" FSV Witten feiert Helferfete am Freitag


Ein randvolles Wullenstadion, beinahe Bundesliga-Atmosphäre, dazu hunderte von Kindern, die mit glücklichen Gesichtern und Autogrammen ihrer BVB-Profis den Heimweg antraten - das Jubiläumsspiel des Bezirksligisten FSV Witten 07/32 gegen die Dortmunder Borussia wird noch lange nachhaltig in Erinnerung bleiben.
"Zu toppen ist das wohl kaum", sagte FSV-Vorsitzender Horst Köpsel, der am gestrigen Nachmittag schon wieder die nächste schwere Aufgabe vor der Brust hatte und eifrig an der umfassenden Clubchronik werkelte. Über 5000 zahlrende Zuschauer - die Erwartungen der Wittener wurden weit übertroffen. "Schon im Vorverkauf waren ja 3500 Karten weggegangen", so Köpsel. Und als ihm dann nach dem Spiel noch die Worte von BVB-Coach Thomas Doll in den Ohren klangen, der die hervorragende Platzanlage des FSV lobte, da stieg die Zufriedenheit noch um ein paar weitere Prozentpunkte. "Dieses Lob gebührt unseren Platzpflegern", sagte Köpsel.

In dieser Woche werden sich die Clubverantwortlichen zu einem Bilanzgespräch treffen - doch die dürfte eh´ durchweg positiv ausfallen, auch in finanzieller Hinsicht, wobei das FSV-Risiko angesichts der Unterstützung seitens der Sparkasse Witten ohnehin nicht allzu groß war. "Natürlich bleibt nach solch einem Zuschauerzuspruch auch was übrig - aber Zahlen sind ja eh´ Schall und Rauch", meinte Köpsel mit einem leichten Schmunzeln.
Zwar sei ein solches Spiel mit all´ der Vorbereitung kein Pappenstiel, doch "natürlich würden wir auch gerne mal gegen Schalke 04 spielen - oder gegen Bayern München." Allerdings feiere man ja nicht dauernd ein so rundes Jubiläum - und nicht jeder hochkarätige Proficlub dürfte zu einem erschwinglichen Kurs zu haben sein.
Der FSV Witten allerdings befindet sich auf einem guten Weg - auch wenn Trainer Achim Schütz in Bälde aus einem 31-Mann-Kader ein überschaubares Konstrukt zu machen hat. Schon im Trainingslager in Nettetal (14./15. Juli) dürften die personellen Weichen bereits gestellt werden. "Unser Ziel ist und bleibt die Oberliga 2012 - dafür werden wir alles tun", gibt sich Horst Köpsel kämpferisch. Die Organisation am Samstag hatte allemal schon Oberliga-Format. Mindestens.Ungeklärte Fragen gab´s am Samstag kaum - für jede Kleinigkeit waren hilfreiche Mitarbeiter des FSV Witten 07/32 zugegen, regelten den administrativen Teil des außergewöhnlichen Fußball-Testspiels im Handumdrehen. Keine Frage, dass der Club den vielen Freiwilligen auf seine Weise Danke sagen möchte. Am kommenden Freitag, 13. Juli, findet ab 19 Uhr am Wullenstadion eine Helferfete statt. Auch dort wird das denkwürdige Aufeinandertreffen mit den Bundesliga-Größen in Schwarz-Gelb sicher noch einmal im Mittelpunkt der Gespräche stehen.

WAZ 09.07.2007 Von Oliver Schinkewitz


"Ein Sommermärchen"


Es war ein tolles Fußballfest, das den Zuschauern am Samstag im Wullenstadion geboten wurde, da sind sich alle einig. Der große BVB aus Dortmund gab sich zum 100-jährigen Jubiläum des FSV Witten die Ehre.

Beim 8:0-Sieg der Bundesliga-Stars stand aber weniger das Sportliche im Vordergrund. Die Partie wurde zum Happening - vor allem für die jungen Fußballfans. Hans Pechtel - (Bild), Präsident des FSV Witten und Organisator, zieht im Gespräch mit Alexander Füten eine positive Bilanz.
Herr Pechtel, wie haben Sie das Spiel gesehen?
Pechtel: - Es war toll. Volles Haus, eine super Atmosphäre und das Wetter hat ja wohl perfekt mitgespielt. Im zweiten Abschnitt wurde es für uns zwar etwas stressig, weil die Getränke zu Ende gingen, aber das habe ich als positiven Stress empfunden.

Wie ist der Kontakt zu Borussia Dortmund entstanden?
Pechtel: - Ich habe in der Saison 1978/79 die B-Jugend von Borussia Dortmund trainiert, unter anderem mit Michael Zorc, dem heutigen Manager des BVB. Wir blieben ständig in lockerem Kontakt. Anfang dieses Jahres haben wir dann überlegt, gegen wen wir ein Jubiläums-Spiel austragen könnten. Da habe ich beim BVB angefragt.

Wie verliefen die Vorbereitungsarbeiten und wie viele Helfer waren nötig, um dieses Event zu meistern? -
Pechtel: - Vor sechs Wochen stand das genaue Datum - passend am 07.07.2007 - fest. Alle Planungen liefen über die Schreibtische von unserer Jugendleiterin Christel Schmidt und mir. Aber erst die über 200 Helfer - ob in den Getränkewagen oder am Grill - haben zusammen mit den Ordnern dieses tolle Event ermöglicht. Die gesamte Mannschaft hat toll mitgearbeitet, jeder wusste, was er zu tun hatte. Danken möchte ich an dieser Stelle vor allem Sven Hefner, der eine tolle Arbeit geleistet hat. Für die vielen Helfer werden wir am Freitag ab 18 Uhr eine Party veranstalten. Vorstand und Mannschaft werden dann am Grill stehen (schmunzelt).

Können sie schon eine erste Bilanz ziehen, was finanziell für den Verein, insbesondere für die Jugendarbeit, herausgekommen ist?
Pechtel: - Die gesamte Kostenaufstellung wird am Montag auf einer abschließenden Sitzung gemacht. Ich rechne aber mit einem dicken Plus.

Was war Ihr persönliches Highlight an diesem Tag?
Pechtel: - Den Tunnel von Kai Drechsel gegen Christian Wörns fand ich klasse, auch der Kopfstoß von Christian Kratschmer knapp über das Tor war sehenswert. Aber insgesamt war der ganze Nachmittag einfach perfekt. Vor allem vom Wetter her war es das kleine Sommermärchen für den FSV Witten, denn bei schlechtem Wetter wären weit weniger Besucher gekommen.

Steht in näherer Zukunft ein ähnliches Event an?
Pechtel: - Ja. Wir wollen im nächten Jahr versuchen, den FC Schalke 04 nach Witten zuholen. Kontakt zu Manager Andreas Müller haben wir schon hergestellt.

RN 10. Juli 2007


FSV Witten rockte ab


Nach dem Jubiläumsspiel gegen Borussia Dortmund und dem offiziellen Festakt rockte der 100-Jahre-Jubilar FSV Witten 07/32 am Samstag im Vereinslokal "Goal" zu den Klängen der Nice-Band ab.

Über 200 Gäste im Saal, dem Gastraum sowie im Außenbereich tauschten "Dönekes" aus vergangenen Zeiten aus, tanzten, was die Schuhe hergaben, und erfreuten sich an den von Georg Fehrentz inszenierten Sketch- und Tanz-Einlagen. Allen voran das Tutti-Frutti-Ballett "Cin Cin", in dem neben Fehrentz mit Frank Adams, Andreas Gräber und Frank Richter drei weitere, ehemalige Spieler der ersten Mannschaft mitwirkten, riss die zum Bersten volle Gaststätte mit. Die vier in ihren bunten, knapp gehaltenen Kostümen gaben und zeigten alles. Der donnernde Applaus war ihnen gewiss.

Mit dem Sketch "Fußball-Fans" setzten sich Georg Fehrentz und Thorsten Fischer kritisch mit dem Fußball an sich und dem FSV im Besonderen auseinander. "Der FSV will heute gewinnen?" "Weiß der Gegner das auch schon?" Die SpVg Hagen 11 wusste es nicht und schlug die Wittener am Nachmittag ebenso klar wie verdient mit 3:0, was die Stimmung nur anfangs etwas trübte, die Spieler der aktuellen ersten Mannschaft indes nur langsam in Fahrt kommen ließ. "Mit der Oberliga 2012 wird das aber nichts", stellte Fehrentz auf der Bühne fest, während Fan Fischer meinte: "Doch, wenn sie eine Tennis-Abteilung aufmachen" oder aber "mit TuRa Rüdinghausen fusionieren".

Früher sind 'se gerannt

"Früher in der Oberliga hatten 'se zwar nichts zu essen, aber gerannt sind sie", war in vergangenen Zeiten zumindest sportlich vieles besser. In jenen Tagen stürmten Rainer Hallwas und Dieter Attern noch für den VfL. Und sie waren zur 100-Jahrfeier ebenso erschienen wie "Ede" Fennhahn, der Ende der 1960er Jahre die Zeiten in der Verbandsliga erlebte. Aber auch BF Ardeys erfolgreiche Mannschaft, die damals den Sprung in die Bezirksliga schaffte, war, angeführt von ihrem Spielführer Hans Bruch, zahlreich vertreten. Daneben noch weitere ehemalige Spieler des FSV, VfL und BFA, die im Glanz der auf den Tischen ausgestellten Pokale, ihre Erinnerungen rege austauschten. Aber auch aktuelle Themen, wie der Ardeyer Sportplatz, der bald Bauland werden soll, wurden diskutiert.

Es war ein großes Familienfest mit einem geschichtlichen Abriss mittels Beamer-Einspielung, kurzweiligen, äußerst komischen Sketchen und Tanzdarbietungen sowie bester Musik, mit der die herausragende Nice-Band mit den Hits der letzten 40, 50 Jahre gleich vier Generationen bestens unterhielt und die Tanzfläche vom ersten Ton an füllte. In diesem Rahmen wurden mit Jugend-Geschäftsführer Dieter Sauerbrey und Ferdi Plempe zwei Funktionäre für ihre "Jahrzehnte langen Verdienste um den Verein" von Theo Mennecke, Schiedsrichter-Obmann des Fußball- und Leichtathletik-Kreises Bochum geehrt. Beide erhielten die "Silberne Ehrennadel" des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen überreicht.

Festzeitschrift folgt

Die Festzeitschrift konnte indes noch nicht ausgehändigt werden, denn "wir wollten keinen Schnellschuss machen sondern eine Chronik herausbringen, in der man auch in Jahren noch gerne blättert und dann in Erinnerungen schwelgt", so Vorsitzender Horst Köpsel, der dabei viel Wert auf die Geschichten neben der Geschichte legt. Nunmehr sollen die FSV-Annalen zur Jahreshauptversammlung im November erscheinen und das Jubiläumsjahr gebührend beschließen.

WAZ Von Dietmar Bock am 23. September 2007




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von Barbara Zabka, Dieter Menne, Robert Szkudlarek
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FSV Witten

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