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Die FIFA WM im Verein
Klub 2006
Zuletzt aktualisiert: 09.02.2010 08:02:01


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Frank Richters "Krönung"

Es war einer der Hauptpreise der Aktion "Klub 2006 - Die FIFA-WM im Verein" und sicher der Höhepunkt im Wittener Fußball-Geschehen der letzten Jahre: Der Besuch des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach am Freitag beim FSV Witten 07/32.

Gewonnen hat der FSV dieses Fußball-Fest durch seine herausragende Jugendarbeit. Und für die steht vor allem Jugendleiterin Christel Schmitt. Ihr Einsatz und das umfangreiche Tun des äußerst engagierten Helfer-Teams führten zu diesem Preis, der den verdienten Lohn für die Arbeit über Jahre hinweg darstellt.
So mussten am Freitag auch wieder mehr als 100 Vereinsmitglieder ´ran, um den rund 3000 Besuchern im Wullenstadion einen sicheren und angenehmen Aufenthalt bieten zu können. Bereits im Vorfeld der "Partie des Jahres" wurden die Spieler-Bänke aus dem Wattenscheider Lohrheidestadion herangekarrt, eine Stadion-Zeitung erstellt, Rahmenprogramm und Pressekonferenz vorbereitet, der Sicherheitsdienst und ein Fan-Shop organisiert und sich um das leibliche Wohl der Gäste gekümmert.

"WM-Tag" in Witten
Und da die Weltmeisterschaft im eigenen Land greifbar nahe ist, sprach FSV-Vorsitzender Horst Köpsel im Vorfeld der Partie von einem "WM-Tag". Mit Oliver Neuville, der wegen seiner Verletzung nur Autogramme schreiben konnte, Marcell Jansen und dem amerikanischen Torhüter Casey Keller waren drei Kicker vor Ort, die auch bei der WM vor den Ball treten werden.
Und die vor dem Anpfiff des Freundschaftsspiels dargestellte Aktion "Respect" des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletik-Verbandes, bei der es zu allererst um gegenseitigen Respekt und Gewaltlosigkeit geht, passt bestens zu den Welt-Fußballspielen. Für eine andere Aktion steht der Gastgeber schon seit Jahren: "Kinder stark machen". Ein starker Fußball-Sympathieträger ist der vor allem in den 70er Jahren sehr erfolgreiche Klub vom Niederrhein. "Für Borussia Mönchengladbach ist es eine große Freude, mit einem Gastspiel beim FSV Witten einen Beitrag zur Aktion ´Klub 2006` zu leisten", sagte BMG-Vorsitzender Rolf Königs - und hielt Wort.
Borussen-Trainer Horst Köppel schickte beim 7:0-Erfolg vor der Pause die bestmögliche Mannschaft auf´s Feld und anschließend seine hoffnungsvollen "Fohlen", die sich in den zweiten 45 Minuten dann richtig austobten. Nach der Pause schrieben die "Stars" fleißig Autogramme. Zudem stellten sie sich so manchem Interview, schließlich gab´s auch die vom FSV gewünschte Pressekonferenz.

Doppelter Abschied
Zudem kamen die Kicker vom Niederrhein der Einladung zum gemütlichen Beisammensein am Abend in der Wittener Vereinsgaststätte ebenso gerne wie ausgiebig nach. So war der Auftritt der "kleinen Borussia" im Wullenstadion, der auch von den Ruhr Nachrichten unterstützt wurde, eine runde, äußerst gelungene Sache, von der vor allem BMG-Fan Frank Richter und Schiedsrichter Dr. Hans-Peter Weiß (BV Langendreer 07) lange erzählen werden.
Beide beendeten mit diesem Match ihre aktive Laufbahn. "Für mich war das die Krönung!", so der 39-jährige Richter, der sich nach dem Match von allen seinen Idolen noch Autogramme holte. Dr. Weiß bekannte: "Spiele mit Bundesligisten habe ich schon gepfiffen, doch vor einer solch großen Kulisse durfte ich noch nicht pfeifen!"
Trotz ihres ganz persönlichen "Sahnehäubchens" wird Christel Schmitt weiter machen. Und wer weiß, vielleicht setzt sie bald schon ein weiteres Sahnehäubchen oben drauf. -

Dietmar Bock
RN 01. Mai 2006



"0:7? Passt doch gut zu uns" "Beide zufrieden"

FSV Witten hält im Freundschaftsspiel vor 3000 Zuschauern gegen Gladbacher Profis ordentlich mit.
Viel Lob für großartige Organisation des Gastgebers. Drechsel und Preiß vergeben Chance zum Ehrentreffer
Volksfeststimmung rund ums Wullenstadion: Schon lange vor dem Anpfiff des Freundschaftsspiels zwischen dem FSV Witten 07/32 und Borussia Mönchengladbach gab´s einen Stau an der Westfalenstraße. Rund 3000 Zuschauer erlebten ein munteres Spiel und einen 7:0 (3:0)-Erfolg der Gladbacher über den Bezirksligisten.
Während sich die Borussen-Profis auf dem Rasen des Wullenstadions aufwärmten, drehten die Kicker von FSV-Trainer Jens Vogt auf dem benachbarten Tennenplatz ihre Runden. "Sind ganz schön aufgekratzt, die jungen Burschen - und der Daniel Bocian kann sogar sprechen", witzelte Vogt über seinen offenbar besonders aufgeregten Mittelfeldakteur. Hätte man den Puls fühlen müssen bei der Wittener Mannschaft - es hätte den Eindruck erweckt, sie wären gerade allesamt einen Halbmarathon gelaufen.
Stilvoll und ganz professionell liefen die Teams ins Stadion ein, im Hintergrund drang "The Final Countdown" aus den Lautsprechern. Vorab gab´s von Tobias Wolf (WM-Organisationskomitee) eine Dankes-Urkunde für FSV-Jugendleiterin Christel Schmitt, deren unermüdlichem Engagement dieses denkwürdige Freundschaftsspiel vor allem zu verdanken war. Auch der Schiedsrichter wurde gesondert geehrt: Dr. Hans-Peter Weiß (Langendreer) leitete nach 25 aktiven Jahren an der Pfeife seine letzte Partie - "ein würdiger Abschluss seiner Karriere", so Schiedsrichter-Sprecher Hans-Gerd Hennig.

Kaum war die Partie angepfiffen, ging das erste Raunen durchs Rund: Gladbachs US-Keeper Kasey Keller hatte den Ball mal eben per Abwurf weit in die gegnerische Hälfte befördert - passiert bei Bezirksliga-Spielen schließlich nicht allzu oft. Zwei Minuten später stand dann auch die "Null" beim FSV nicht mehr: Der Belgier Wesley Sonck hatte die Abseitsfalle der Wittener ignoriert und den Ball locker in den Winkel genagelt - 1:0 (5.). Wiederum Sonck war per Volleyschuss aus 25 Metern auch für das zweite Borussen-Tor verantwortlich (19.). "Ich hab´ den Ball nicht gesehen - naja, erst als er drin war", gestand FSV-Schlussmann Karsten Doll nachher reumütig ein. Dass es vor der Pause nur noch ein Gegentor gab (durch Marcell Jansen zum 3:0 nach 30 Minuten), spricht für das engagierte Auftreten der Gastgeber. Allerdings reichte den Gladbachern auch der mittlere Schongang, um den Bezirksligisten zu distanzieren.
Nach der Pause begann die große Wechsel-Arie: Horst Köppel brachte elf neue Borussen, Jens Vogt seinerseits zunächst neun "Neue". Für Frank Richter waren es die letzten 45 Minuten seiner FSV-Laufbahn. "Ich hab´ mein Ziel erreicht", schmunzelte er - von dem Beinschuss gegen Eugen Polanski erzählt er wohl noch seinen Enkeln.

Dass es am Ende noch ein 0:7 aus Wittener Sicht wurde (nach Toren von Bekim Kastrati/2, Tobias Levels und Kosta Mitrouglo), war für die Vogt-Elf allemal ein respektables Resultat. "Hauptsache, nicht zweistellig", meinte Wittens Trainer - "und es hat sich niemand verletzt. Aber einige Spieler haben jetzt wohl ´ne Mittelohr-Entzündung - bei dem Tempo, mit dem die Gladbacher vorbeigerauscht sind." Auch Stadionsprecher Dirk Stasikowski machte sich seinen ganz persönlichen Reim auf das Endergebnis: "Das 0:7 passt doch ganz gut zu uns - schließlich haben wir die 07 auch in unserem Namen."
Aus dem Ehrentreffer indes wurde nichts - den vergab zunächst Kai Drechsel (73.), dann Christian Preiß (84.), nachdem ihn die Gladbacher förmlich dazu eingeladen hatten. "Wir sind eben gute Gastgeber", schmunzelte Vogt. Allenthalben gab´s ein großes Lob für den FSV für seine Gastgeber-Rolle: "Keines der 25 Spiele unserer Aktion ,Klub 2006´ hatte einen so tollen Rahmen", meinte Tobias Wolf. Und auch Gladbachs Teammanager Steffen Korell pflichtete ihm gerne bei: "Das war das bestorganisierte Freundschaftsspiel, dass ich mit Gladbach erlebt habe."Bloß nicht "auf die Knochen gehen", lautete die Anweisung vor der Partie. Ein überaus faires Match war´s allemal. Und Horst Köppel meinte: "Beide Mannschaften können zufrieden sein - sieben Tore sind doch auch was für die Zuschauer, auch wenn manch einer vielleicht lieber noch mehr gesehen hätten."
Borussia:
1. HZ: Keller – Fukal, Svensson, Zé Antonio, Daems – El Fakiri, Polanski, Broich - Rafael, Sonck, Jansen.
2. HZ: Kampa – Helveg, Levels, Strasser, Krük – Kirch, Fleßers, IBBA, Compper – Mitroglou, Kastrati.
Tore: 0:1 Sonck (5.), Sonck (19.), 0:3 Jansen (30.), 0:4 Kastrati (50.), 0:5 Kastrati (52.), 0:6 Levels (81.), 0:7 Mitroglou (86.)

WAZ 28.04.2006 Von Oliver Schinkewitz und Werner Liesenhoff



Stars in der "guten Stube" Abschiedsspiel für "Effe" Richter

"Da werden einige ganz schön rappelig sein", muss Horst-Dieter "Hugo" Obermeier, Co-Trainer des FSV Witten, schon ein wenig schmunzeln, wenn er an die heutige Partie seiner Bezirksliga-Elf gegen die Bundesliga-Profis von Borussia Mönchengladbach (18 Uhr, Wullenstadion) denkt.

Seit Tagen und Wochen gibt?s beim FSV nur dieses eine Thema: Das große Spiel gegen die Gladbacher Borussia, möglich geworden durch den tollen Erfolg bei der Aktion "Klub 2006 - Die FIFA-WM im Verein". Fußball in ganz großem Stil in Wittens "guter Stube" - das kommt schließlich nicht alle Tage vor. "Ich hab? vor 17 Jahren mal gegen den FC Schalke 04 gespielt", erinnert sich "Hugo" Obermeier an das damalige Top-Spiel zum 70-Jährigen des VfB Annen. Seinerzeit hütete er den Kasten, "diesmal darf ich zumindest auf der Bank sitzen", ist auch Obermeier nicht frei von Lampenfieber vor dem Duell mit dem Bundesliga-Neunten vom Niederrhein.

Neben ihm auf der Trainerbank sitzt einer, der vielleicht noch eine Spur nervöser ist als sein "Co": Jens Vogt, seit dieser Saison verantwortlich für die sportlichen Geschicke beim Bezirksliga-Club, ist glühender Anhänger der Gladbacher Borussia. "Nicht, dass der sich nachher noch selbst einwechselt", frotzelt Obermeier. Gewechselt werden dürfte ohnehin reichlich, denn der FSV hat heute 22 Mann in seinem Kader. Da gibt?s keine Wehwehchen - selbst Christian Preiß ignoriert seinen zwickenden Rücken. "So ein Spiel will eben niemand verpassen - und wir wollen allen, die die ganze Saison über dabei waren, die Chance auf einen Einsatz geben", betont Wittens Co-Trainer.

Gestern Nachmittag packten sie alle mit an, damit das Wullenstadion heute zu einem Schmuckkästchen wird, in dem sich auch verwöhnte Bundesliga-Stars wie Oliver Neuville, Kasey Keller oder Nando Rafael wohlfühlen. Platzwart Klaus Augustin hat tagelang schwer malocht, um den Rasen in Top-Zustand zu präsentieren. Zudem wurden eigens von der Wattenscheider Lohrheide Bundesliga-taugliche Trainerbänke ins Wullenstadion gekarrt. Der FSV Witten will sich schließlich von der besten Seite zeigen. Drumherum wurde fieberhaft an einem angemessenen Rahmenprogramm gebastelt: So spielen ab 16.30 Uhr die E 2-Junioren des FSV gegen die Gladbacher U 9-Auswahl. Dazu tritt eine Breakdance-Gruppe auf, zudem sorgen vor dem Spiel und in der Pause die "Shamrocks" (Cheerleader der Essener Eishockey-Moskitos) für Stimmung. Der offizielle Teil beginnt dann um 17.50 Uhr. Der FSV Witten weist darauf hin, dass es für Ortsansässige sinnvoll wäre, nicht mit dem Pkw anzureisen. Immerhin werden heute zum "Spiel der Spiele" gut 2000 Zuschauer erwartet.Einen besonderen Abend dürfte heute auch FSV-Urgestein Frank Richter erleben. Elf Jahre lang trug er seit seinem damaligen Wechsel von Herdecke nach Witten das Trikot der Blau-Weißen, war Antreiber, "Gehirn" und gute Seele des Bezirksligisten. Auch auf der Trainerbank nahm der heute 38-Jährige zwischenzeitlich Platz. Künftig allerdings will sich Richter auf sein Dasein als Altherren-Kicker konzentrieren. Ein Trainer-Job anderswo ist aus beruflichen Gründen für ihn nicht realisierbar. Mit Borussia Mönchengladbach kommt zu seinem heutigen "Abschiedsspiel" auch noch sein Lieblings-Club. "Das war ein Wink mit dem Zaunpfahl, dass wir ausgerechnet gegen Gladbach spielen", so Richter, den sie ob seiner Führungs-Qualitäten schon lange "Effe" nennen. Und selbst der alte Haudegen ist "ein kleines bisschen aufgeregt" vor der Partie . . . (osi)

WAZ 27.04.2006 Von Oliver Schinkewitz



Wiedersehen nach fünf Jahrzehnten

Die Karten für den Besuch der Mönchengladbacher Borussia hat Rainer Hallwas schon lange in der Tasche. "Die habe ich mir direkt besorgt, als ich es gehört habe", sagt der 75-jährige Wittener. Für ihn wird das heutige Spiel "ein Wiedersehen."
Hallwas spielte in seiner Fußballer-Laufbahn sowohl in Mönchengladbach als auch beim FSV-Vorgänger VfL Witten 07. Als Bezirksliga-Kicker unterschrieb der damals 21-jährige gemeinsam mit seinem Bruder Bodo 1951 einen Vertrag bei den Rheinländern. "Das war eine große Sache für mich." Der Mittelstürmer führte die Borussia mit seinen Toren an die Schwelle zur Oberliga, damals die höchste deutsche Spielklasse. An seiner Seite standen Spieler wie der spätere Schalker Jonny Winkler oder Fritz Pliska, Erfolgstrainer der Sechziger Jahre. Namen, die heute kaum noch in Erinnerung sind, Fußballhistoriker jedoch begeistern. Als die Borussia aufstieg, fehlte Hallwas aber wegen eines Schien- und Wadenbeinbruchs. Seine Lizenzspieler-Karriere ging trotz des Weggangs aus Mönchengladbach 1953 weiter. SG Düren 99, SG Wattenscheid 09 und VfL Bochum waren weiteren Stationen. Die Verbundenheit zum fünffachen Meister ist geblieben. "Da sind ich und meine ganze Familie groß geworden", sagt er. fegu

WAZ 27.04.2006


Die "kleine Borussia" kann kommen

Noch zwei Tage, dann ist "Bescherung" beim FSV Witten 07/32. Der heimische Bezirksligist hatte am 27. Januar ein Freundschaftsspiel gegen Borussia Mönchengladbach gewonnen, am Freitag stellt sich der Bundesligist um 18 Uhr im Wullenstadion vor.
"Wir sind gut gerüstet für unser Spiel des Jahres, haben uns intensiv auf dieses Großereignis vorbereitet," glaubt FSV-Jugendleiterin Christel Schmitt an ein Fußballfest im Wullenstadion, "wenn das Wetter mitspielt".
Der FSV gehört zu den zwölf von insgesamt über 4200 Amateurvereinen in Deutschland, die im Rahmen der Kampagne "Klub 2006 - Die FIFA-WM im Verein" ein Spiel gegen einen Bundesligisten gewonnen haben.

Drei Monate Arbeit
Die Vorbereitungen begannen nur wenige Tage nach Bekanntwerden der Nachricht, unzählige Sitzungen innerhalb des Vereins und viele Treffen mit zuständigen Organisatoren waren die Folge des unverhofften Losglücks. Auf der Zielgeraden scheinen sich die Bemühungen gelohnt zu haben. Über 1600 Karten sind im Vorverkauf abgesetzt worden, darunter sämtliche Sitzplatzkarten. "Stehplätze sind noch ausreichend vorhanden," stellt Dirk Stasikowski, einer der 2. Vorsitzenden im FSV klar, der selbst für den Verein die Werbetrommel gerührt hat.
So wird heute um 19 Uhr in Radio EN eine Stunde lang im Bürgerfunk eine Sendung über den FSV und das Spiel gegen Mönchengladbach ausgestraht, die Stasikowski produziert hat. Gäste sind Christel Schmitt und Jugendtrainer Alexander Sauerwein, zu Wort kommt u.a. auch Steffen Korrell, der Mannschaftsverantwortliche der "kleinen Borussia", wie die Männer vom Niederrhein zur Unterscheidung von Borussia Dortmund gerne bezeichnet werden. Dass mit Horst Köppel bei den Gladbachern ein Trainer fungiert, der zuvor bei der "großen Borussia" tätig war, ist eine kleine Episode am Rande.
Die Gladbacher haben im Vorfeld klar gestellt, dass sie das Spiel in Witten so ernst nehmen wie eine Bundesliga-Begegnung. "Wir wollen im Rhythmus bleiben, schließlich stehen noch drei Spieltage auf dem Programm," weiß Korrell um die Ausgangsposition vor dem Schlussspurt in der Bundesliga. Beginn der Begegnung ist am Freitag um 18 Uhr, der Einlass erfolgt um 16.30 Uhr. Das Vorspiel bestreitetet eine gemischte E- und F-Junioren-Mannschaft des FSV gegen die F-Junioren der Gäste. Dabei wird sich der FSV in Trikots präsentieren, die man beim Wettbewerb der Caritas gewonnen hat. Eine Breakdance-Gruppe sowie die "Shamrocks", die Cheerleader des Eishockey-Zweitbundesligisten Moskitos Essen, unterhalten vor dem Spiel und in der Halbzeitpause.
Nach den 90 Minuten stehen die Gladbacher noch zu einer Autogrammstunde zur Verfügung, außerdem nehmen sie an einem gemeinsamen Essen im Vereinslokal "Goal" teil. Für einen FSV-Spieler wird es ein besonderer Tag, denn Frank Richter wird mit diesem Spiel aus der ersten Mannschaft verabschiedet - und das als bekennender Fan der "kleinen Borussia".

Parkplätze reichen nicht
Angesichts des zu erwartenden Verkehrsaufkommens rät der FSV, nicht mit dem Auto zum Wullenstadion zu kommen, da die Kapazität an Parkplätzen beschränkt ist. Die Firma Böhmer stellt zwar ihre Fläche für Parkplätze zur Verfügung, doch dürfte das nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein.
Der Westdeutsche Rundfunk wird morgen einen Vorbericht im Fernsehen ausstrahlen, für Freitag ist eine Live-Schaltung innerhalb der "Aktuellen Stunde" oder des Fensterprogramms "Lokalzeit aus Dortmund" vorgesehen.
"Wir glauben, dass wir alle im Vorfeld bekannten Probleme bei der Planung berücksichtigt haben," ist Christel Schmitt dennoch etwas nervös: "Man weiß nie, was noch passiert". Auf die Frage, wie das Spiel endet, gibt sie eine entwaffnende Antwort: "Das ist doch zweitrangig. Wichtig ist, dass alle Spaß haben und zufrieden nach Hause gehen werden". - -ja

RN 25. April 2006


Das Traumlos aus dem "Goldtopf"

Bezirksliga-Kicker des FSV messen sich am 28. April im Wullenstadion mit Borussia Mönchengladbach.
Verantwortliche hoffen auf 2000 Zuschauer. Borussia-Teammanager Korell verspricht "bestmögliche Mannschaft"

FUSSBALL FSV WITTENWitten. Ein ganzer Verein im Fußballfieber: Der FSV Witten kann den 28. April schon jetzt kaum mehr erwarten, denn dann hat der Bezirksligist die große Chance, sich mit einem der traditionsreichsten Bundesliga-Clubs überhaupt zu messen: Bei der Aktion "Klub 2006 - Die FIFA WM im Verein" bekamen die Wittener den VfL Borussia Mönchengladbach zugelost.
"Es gibt hier eine ganze Reihe von Fans ihres Vereins", sagte FSV-Jugendleiterin Christel Schmitt bei der Pressekonferenz am Dienstag zu Gladbachs Teammanager Steffen Korell. Der frühere Bundesliga-Profi (117 Erst- und 190 Zweitliga-Spiele) war hörbar beeindruckt von den Anstrengungen, die der FSV Witten im Vorfeld der Freundschaftspartie am 28. April unternimmt. "Ich habe bislang einen sehr guten Eindruck von ihrem Verein", so der 34-Jährige, der versicherte, dass die Gladbacher mit der bestmöglichen Mannschaft im Wullenstadion auflaufen werden. "Ich hoffe, dass wir dann nicht mehr so viele Verletzte haben. Wir sehen es als Verpflichtung an, uns hier optimal zu präsentieren", so Korell.
Verdient hatte sich der FSV Witten dieses Traumlos durch die Teilnahme am Wettbewerb "Klub 2006" - und in den vier Kategorien (u. a. Abnahme DFB-Fußballabzeichen, Erstellung einer WM-Fahne und Gestaltung eines WM-Tages) hatte der FSV ruckzuck die erforderlichen 1500 Punkte zusammen und landete im "Goldtopf", aus dem schließlich die Gladbacher Borussia als Gegner gezogen wurde. Eindrucksvoll das Zahlenwerk: 4300 Vereine hatten sich bundesweit beworben, allein 380 aus Westfalen. "Dieses Spiel ist das Sahnehäubchen auf unseren bisherigen Bemühungen", so Christel Schmitt. Wie Kreissportbund-Vorsitzender Hans Pechtel wissen ließ, fasst das Wullenstadion rund 5000 Zuschauer - "wenn 2000 kommen, wären wir schon sehr zufrieden", so Pechtel, der als Koordinator dieser Partie fungiert.

Eine Woche vor dem Gladbach-Spiel (22./23. April) hat der FSV zudem noch die "Mini-WM" für 32 F-Junioren-Teams in der Husemann-Sporthalle zu stemmen. "Es ist nicht einfach, beide Ereignisse unter einen Hut zu bringen - das erfordert von unseren Mitgliedern und Helfern großen Einsatz", so Christel Schmitt.Für das Spiel am 28. April (18 Uhr, Wullenstadion) sind schon jetzt im Vorverkauf Karten erhältlich. Reservieren kann man sich die Tickets unter www.fsv-witten.de, in der Gaststätte "Goal" oder beim Wittener Verkehrsverein.
WAZ 31.03.2006 Von Oliver Schinkewitz


FSV zieht großes Los " Gladbach kommt

Fußball-Bezirksligist FSV Witten 07/32 muss wahrlich mit Fortuna im Bunde sein: Aktiv beteiligen sich die Ruhrstädter an der Kampagne "Klub 2006 " die FIFA-WM im Verein". Sprich: Die Trainer werden geschult, der Nachwuchs gefördert und zum Fußballabzeichen "abkommandiert".

Aus einem Pool von bislang 4200 (!) Vereinen zogen die Wittener " und elf weitere Amateurvereine " gestern das große Los und dürfen sich im Vorfeld der Weltmeisterschaft mit Bundesligist Borussia Mönchengladbach, den "Fohlen vom Bökelberg", messen. Doch damit nicht genug. Der FSV geht zurück in den Kampagnen-Lostopf und darf davon träumen, vielleicht am 16. Mai in Mannheim der deutschen Fußball-Nationalmannschaft um Bundestrainer Jürgen Klinsmann gegenüber zu treten. - dom
RN 27. Januar 2006



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Zwölf Klubs gewinnen ein Spiel gegen ein Profiteam

Für zwölf Teilnehmervereine hat das neue Jahr ganz phantastisch begonnen: Sie haben im Rahmen von „Klub 2006 – Die FIFA WM im Verein™“ jeweils ein Spiel gegen eine Bundesligamannschaft gewonnen. So darf sich der VfL Frei-Weinheim auf den 1. FC Kaiserslautern (Foto) freuen, die SG Telgte spielt auf eigenem Platz gegen Bayer Leverkusen, der FSV Witten misst sich mit Borussia Mönchengladbach und der Bezirksligaklub SC Jülich empfängt im heimischen Stadion den Spitzenreiter der 2. Bundesliga, Alemannia Aachen. Weitere 16 Vereine dürfen mit ihrer E-Juniorenmannschaft am Bundesfinale der „McDonald's Mini-WM“ teilnehmen. Zusammen mit weiteren 16 Siegerteams aus den McDonald's Cups und McDonald's Camps bestreiten sie am 30. April und 1. Mai 2006 in der Sportschule Duisburg/Wedau das große Finale.

Die nächste Prämierung bei „Klub 2006“ steht bereits vor der Tür: Am 1. März 2006 werden die Gegner der Bundesligaklubs FC Schalke 04, Hamburger Sportverein und FC Bayern München ausgelost. Zudem wird dann der Amateurverein per Losentscheid ermittelt, der am 16. Mai in Mannheim zum Freundschaftsspiel gegen die deutsche Nationalmannschaft unter Bundestrainer Jürgen Klinsmann antritt!

Die Ergebnisse der Auslosung vom 27. Januar 2006

Gewinner der Spiele gegen Profiklubs:

1. FC Kaiserslautern - VfL Frei-Weinheim
Bayer 04 Leverkusen - SG Telgte
VfL Borussia Mönchengladbach - FSV Witten
Alemannia Aachen - SC Jülich
FC Erzgebirge Aue - Bornaer SV
Eintracht Braunschweig – MTV Engelbostel/Schulenburg
Wacker Burghausen -SV Bonbruck
SpVgg Greuther Fürth - BSC Woffenbach
Kickers Offenbach - TSV Keilberg
SC Paderborn - VfL Hiddesen
Sportfreunde Siegen - FC Großen-Buseck
SpVgg Unterhaching - TSV Eching



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FSV Witten will Klub 2006 sein  

Fußballverein nimmt an der Fifa-Kampagne zur Fußball-Weltmeisterschaft im nächsten Jahr teil. Fast alle Aufgaben sind erfüllt, um in die "Hall of Fame" aufgenommen zu werden
Von Mirco Stodollick

Witten. Der FSV Witten fiebert der Fußball-WM 2006 entgegen. Noch 30 Punkte fehlen dem Verein beim Fifa-Wettbewerb "Klub 2006", um in die "Hall of Fame" aufgenommen zu werden. "Wir bleiben auf jeden Fall am Ball", verspricht FSV-Jugendleiterin Christel Schmitt.

Seit langer Zeit schon ist der FSV Witten auch neben dem Fußballplatz äußerst aktiv, wenn es um eine gute Sache geht. Der Verein engagiert sich für die Kampagne "Kinder stark machen", hat sich mit Unterschriftenlisten gegen Fremdenfeindlichkeit gewandt, setzt sich offensiv für Suchtprävention ein. Jetzt will der FSV in Witten WM-Fieber entfachen, will das WM-Motto ("Zu Gast bei Freunden") leben. "Unser Ziel war, dass die WM in den Vereinen Fuß fasst", beschreibt FSV-Jugendleiterin Christel Schmitt die Motivation zur Teilnahme am Fifa-Wettbewerb "Klub 2006".

Gesagt, getan. Der Wettbewerb stellte den teilnehmenden Vereinen - mittlerweile sind es 3764 - vier Aufgaben: Erstens war eine WM-Fahne mit dem Vereinslogo zu gestalten, zweitens musste die Vereinsbasis an einer Schulung teilnehmen, drittens war ein WM-Tag mit einem Schwerpunktthema ("Die Welt zu Gast bei Freunden", "Kinder stark machen", "Green Goal") zu organisieren und viertens mussten 50 Vereinsmitglieder das DFB-Fußball-Abzeichen erlangen.

Christel Schmitt hat längst große Haken hinter die Aufgaben gemacht. Der FSV hat mit Hilfe eines Malwettbewerbs an Wittener Grundschulen eine WM-Fahne erstellt, Ex-Hürdenläufer Harald Schmid war zu einem Vortrag mit seinem Projekt "Kinder stark machen" in der Stadtwerke-Zentrale, der Juwelier-Gerling-Cup 2004 stand unter selbigen Motto . . . Die für den Einzug in die "Hall of Fame" der Fifa- Kampagne nötigen 2006 Punkte sind fast beisammen. Es fehlen noch 30 - weil anstatt 50 dann doch "nur" 47 FSV-Kicker die Prüfung für das DFB-Abzeichen bestanden haben. Jetzt plant der FSV eine offene Veranstaltung für alle interessierten Fußballer der Stadt, um die letzten drei Abzeichen zusammenzubekommen. Das klappt, da ist sich Christel Schmitt sicher.

Auch für das WM-Jahr verspricht die Jugendleiterin einige Veranstaltungen, mit denen der FSV das Motto "Die Welt zu Gast bei Freunden" nach Witten tragen will. Ideen seien da, nur spruchreif sei noch nichts, so Schmitt.

INFO-KASTEN: Ballzauberer und Mini-Weltmeister

Bei der Fifa-Kampagne "Klub 2006" können Fußballvereine sich nicht nur für die "Hall of fame" qualifizieren. Wer etwa das DFB-Fußball-Abzeichen in Gold erlangt hat, kann sein Tempodribbling und Ballgefühl im angeschlossenen Wettbewerb "Ballzauberer 2006" weiter unter Beweis stellen. Die punktbesten

Ballzauberer aus den Abzeichen-Prüfungen der Vereine werden zu fünf Regionalturnieren eingeladen. Wer dort am besten abschneidet, fährt zum großen Ballzauberer-Finale kurz vor der WM. Darüber hinaus findet für

D-Jugendliche am letzten April-Wochenende 2006 in Duisburg eine Mini-WM statt.

Die D1-Jugend des FSV mit Trainer Alexander Sauerwein qualifizierte sich im September bei einem Regionalturnier in Kaiserau für das Finale der 32 Teams. "Eine riesen Sache für die Kinder", freut sich Christel Schmitt.




 





 
FSV Witten

Infos

Saison 2011/2012

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